Workshop zur Mitgliedergewinnung für die Feuerwehren am bayrischen Untermain

19. August 2021
Bayern Freiwillige Feuerwehr Öffentlichkeitsarbeit KFV/SFV StMI LFV Bayern

Pressemitteilung der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

„Hallo Sie! Ja genau Du! Willst du bei der Feuerwehr mitmachen?“ Das eine solche Ansprache bei der Mitgliedergewinnung sicherlich von wenig Erfolg gekürt ist, dürfte jedem klar sein. Doch wie geht es besser? Wie komme ich ins Gespräch, ohne direkt mit der Tür ins Haus zu fallen? Was für Zielgruppen gibt es? Was machen die anderen so? Kurzum, wie finde ich neue Mitglieder für die Feuerwehr und wie halte ich meine Mitglieder „bei der Stange“. Das waren in der vergangenen Woche (09.-11.08.2021) jeweils am Montag, Dienstag und Mittwoch die Themen beim Workshop Mitgliedergewinnung des LFV Bayern. Durchgeführt wurde sie von der bayrischen Akademie für Verwaltungs-Management und finanziert durch das bayrische Innenministerium. So nahmen hier insgesamt 20 Kommandanten, Vorstände und Funktionsträger aus den Feuerwehren am bayrischen Untermain die Möglichkeit wahr, sich fortzubilden.

Was zunächst sehr theoretisch klingt wurde recht schnell sehr praktisch. Nach einer kurzen Einführung in die wesentlichen Inhalte aus den Rhetorik Lehrvideos, lernten sich die Teilnehmer zunächst einmal kennen. Insbesondere im Soziogramm war es interessant zu sehen, wie nah doch manche Teilnehmer (sowohl räumlich als auch Interessenbezogen) beieinander lagen und nichts voneinander wussten. Anschließend gab es eine Bestandsaufnahme, um einen Überblick zu bekommen, wo genau es bei der Mitgliedergewinnung hakt, oder es eventuell schon richtig gute Konzepte gibt. Insbesondere der Bereich Website und Social Media, sowie Pressearbeit wurde bei einigen Wehren als Schwäche genannt. Aktionstage dagegen wurden allgemeinhin als sehr gut und effektiv befunden. Mit diesem Überblick wurden Zielgruppen definiert, also welche Gruppen später angesprochen und letztlich für die Feuerwehr gewonnen werden sollen. Dazu nutzt man die sogenannte Personas. Hierbei listet man alle relevanten Informationen zu einer Gruppe auf, um sich besser in sie hineinversetzen zu können. So spielt es später beim Maßnahmenplan schließlich eine Rolle, wo man bestimmte Interessenten überhaupt antreffen kann und wodurch sie eventuell bereits Bezug zur Feuerwehr haben könnten. Mit diesem Wissen ging es dann im Brainstorming darum gezielte Aktionen auszuarbeiten, um Mitglieder zu werben. Das Arbeiten wurde nur durch die gemeinsame Mittagspause unterbrochen. Hier hatten die Teilnehmer selbstverständlich ausreichend Zeit sich auszutauschen und auch von gelungen Aktionen zu berichten. Anschließend wurde in verschiedenen Rollenspielen dann die direkte Ansprache geübt. Schließlich macht es einen Unterschied, ob man eine 14-jährige Schülerin oder einen 30-jährigen Familienvater für das Hobby begeistern möchte. Die intensiven Trainings, führten teilweise zu sehr lustigen Schauspielstücken, sodass es auch was zu lachen gab. Abschließend erhielt Dozentin Regina Bühne ein durchweg sehr positives Feedback von den Teilnehmern und entließ sie am Spätnachmittag in den Feierabend.

Tim Dedio
Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg
 

nach oben