Mitgliederzahlen LFV Bayern

Trotz eines stetigen Rückgangs durch Auflösung oder Zusammenlegungen der Feuerwehren von insgesamt 8.045 Feuerwehren im Jahr 2003 auf aktuell 7.818 Feuerwehren (Stand 01.01.2018), konnte der LFV Bayern über seine Kreis-, Stadt und Bezirksfeuerwehrverbände seit 2003 eine Steigerung seiner Mitgliedsfeuerwehren erreichen!

Von den 7.592 Freiwilligen Feuerwehren, 7 Berufsfeuerwehren, 161 Werkfeuerwehren und 58 Betriebsfeuerwehren sind insgesamt 7.284 Feuerwehren mit 326.650 Aktiven im LFV Bayern organisiert.

Der Werkfeuerwehrverband Bayern ist ebenfalls Mitglied im LFV Bayern.

Die Mitgliedszahlen haben sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:

  • 01.01.2018: 7.284 Mitgliedsfeuerwehren mit 240.295 Beitragspflichtigen
  • 01.01.2003: 6.867 Mitgliedsfeuerwehren mit 218.717 Beitragspflichtigen

Mitgliederstand im LFV Bayern zum 01.01.2018

Gesamtzahl Mitglieder

890.386

aktive Mitglieder

326.650

davon weibl. Mitglieder

28.806

Jugend (12-18)

46.847

davon weibl.

12.487

Anzahl Jugendgruppen

5.388

Kinderfeuerwehren 607
Kinder in Kinderfeuerwehren 8.224

Vereinsmitglieder
(Fördernde-, Passive- und Ehrenmitglieder,
Nichtbeitragspflichtige)

508.275
beitragspflichtige Mitglieder

240.295

beitragspfl. Einzelmitglieder 390

 

Anzahl Feuerwehren in Bayern zum 01.01.2018  
Frewillige Feuerwehren 7.592
Berufsfeuerwehren 7
Werkfeuerwehren 161
Betriebsfeuerwehren 58
Gesamt 7.818

 

Entwicklung in den Feuerwehren seit 2007
Jahr Aktive weibliche Aktive in % Jugendliche weibl. Jugendliche Jugend-gruppen Kinder-
gruppen
Kinder in KidF
01.01.2007 321.004 17.274 5% 52.221 11.897 4.754    
01.01.2018 315.019 28.806 9% 46.847 12.487 5.388 607 8.224

Zukunftsszenario 2031

Fast 15 % weniger Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren im Freistaat Bayern?

Einmalig auf Bundesebene und zukunftsweisend: LFV Bayern erhält Ergebnisse der Masterarbeit "Die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Bayerns im Demographischen Wandel"

Die Masterarbeit im Auftrag des LFV Bayern und mit Unterstützung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung (LfStaD) untersucht, wie sich der demografische Wandel auf die Zukunftsfähigkeit der bayerischen Freiwilligen Feuerwehren auswirkt und prognostiziert die Entwicklung der Mitgliederzahlen im Untersuchungszeitraum bis 2031.

Die befragten Gemeinden wurden durch eine Zufallsstichprobe ausgewählt. In einem Schreiben des LFV Bayern wurden sie gebeten, einen Erhebungsbogen zur Erfassung der Altersangaben an alle Freiwilligen Feuerwehren in Ihrer Gemeinde-, Markt- oder Stadtbereich weiterzuleiten. Aus den 273 angeschriebenen Gemeinden haben sich 511 Freiwillige Feuerwehren mit 27.860 Mitgliedern aus 188 bayerischen Gemeinden an der Befragung beteiligt. Durch Hinzunahme der bereits vorhandenen Statistiken des LFV Bayern und der Jugendfeuerwehr Bayern liegt nun erstmals eine übersichtliche Altersverteilung der Mitglieder der bayerischen Freiwilligen Feuerwehren vor.

Die Vorausberechnung der Mitgliederzahlen erfolgte auf Basis der vorausberechneten Bevölkerungszahlen des LfStaD von 2011 bis 2031 und der ermittelten bzw. vorhandenen Daten über die Zahl und Struktur der Feuerwehrmitglieder im Jahr 2011. Die Berechnung beschreibt dabei die rein demografisch bedingte Entwicklung auf Ebene der sieben bayerischen Regierungsbezirke.

In den nächsten 20 Jahren wird sich der Modellberechnung nach die Zahl der Mitglieder in den bayerischen Freiwilligen Feuerwehren um 55.000 Personen verringern, das wären dann 14,8 Prozent weniger Mitglieder als 2011. Unter der Annahme, dass die Anzahl der Feuerwehren gleich bleibt, wird die durchschnittliche Mitgliederzahl einer Freiwilligen Feuerwehr von 48 auf 41 Personen sinken. Unterscheidet man nach den Partizipationsformen werden dann 2031 prozentual 19,9 Prozent weniger Feuerwehranwärter und 14,1 Prozent weniger Feuerwehrdienstleistende zur Verfügung stehen.

Regional betrachtet wird der Rückgang alle sieben Regierungsbezirke treffen. Regionale Besonderheiten in der Altersstruktur und der Engagementquote führen jedoch dazu, dass die Folgen der demografischen Entwicklung in den Bezirken unterschiedlich stark ausfallen. Während die Freiwilligen Feuerwehren in Oberbayern auch 2031 noch eine relativ hohe Zahl an Freiwilligen bauen können, wird der Rückgang in Oberfranken am stärksten zu spüren sein. Im Schnitt sinkt die Mitgliederzahl der oberfränkischen Wehren auf 28 Mitglieder.

Die Ergebnisse der Modellberechnung machen deutlich, dass die Mitgliederzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Bayern zurückgehen werden und man dieser Entwicklung bereits heute gegensteuern muss. Die demografische Entwicklung lässt sich nicht aufhalten, aber es gibt keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Der LFV Bayern geht mit den Kampagnen zur Mitgliedergewinnung den richtigen Weg. Die Kampagnen geben den Freiwilligen Feuerwehren Mittel an die Hand, um Mitgliederwerbung zu betreiben und das Ehrenamt Feuerwehr auch für die Zukunft zu sichern.


Quelle: Franzke, Annette (2013): Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Bayerns im demographischen Wandel. Bayern in Zahlen. Heft 10/2013. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. München.

Zusammenfassung Masterarbeit in Bayern in Zahlen: "Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Bayerns im demographischen Wandel"
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