Runder Tisch Flughelfer

2. April 2026

Erfahrungsaustausch an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg | Aus: Florian Kommen Nr. 147 (März 2026)

Anfang Februar fand der „Runde Tisch Flughelfer Bayern“ an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg statt. Etwa 50 Vertreter der Flughelfer-Standorte, der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, des LFV Bayern, der Bundeswehr und weitere Akteure waren vertreten.

Nach der Begrüßung informierten Stephan Brust und Andreas Lenz zunächst über die Flughelfer Lehrgänge, Ausrüstungen und Tätigkeiten der SFS-W in diesem Bereich, z.B. Planungen für 2026 wie z.B. neue Seminare und Lehrgänge zum Thema sowie die Einpflege neuer Unterlagen hierfür in die Lernbar. Ein zentrales Thema war der Entwurf für die geplante Überlassungsvereinbarung über die Flughelfer-Ausstattung an die Landkreise.

Daneben informierten die Hubschrauberbetreiber über aktuelle Themen. Michael Waldmüller von der Polizei Hubschrauberstaffel Bayern ging beispielsweise auf das Thema Drohne und Hubschrauber ein. Oberstleutnant Florian Geisler vom Bundeswehr Transporthubschrauberregiment 30 Niederstetten, thematisierte ebenfalls die „Problematik“ Drohne und wies auf Schwierigkeiten gemeinsamer Übungen mit der Bundeswehr aufgrund der weltpolitischen Lage hin. Auch Klaus Demharter (Bundeswehr HSG 64 Laupheim) wies auf diese Schwierigkeiten durch die derzeit anderweitig sehr stark eingebundenen Piloten der Bundeswehr hin.

MR Matthias Ott (StMI) berichtete zum Katastrophenschutz in Bayern. Er betonte, dass Bayern hier Vorreiter sei und dies auch so bleiben müsse. Hierfür gebe es auch im Bereich Flughelfer verschiedene Investitionen. Zudem ging er auf die geplante Zuordnung der 18 Flughelfergruppen zu den 96 Landkreisen ein, sowie die geplante Überlassungsvereinabrung. Johann Eitzenberger, Vorsitzender des LFV Bayern ergänzte in seinen anschließenden Ausführungen, dass die Fahrzeuge, die für den Katastrophenschutz, z.B. über den Bund, beschafft werden, nach Absprache mit den Landkreisen auch für Flughelfer-Übungen und -Einsätze genutzt werden können und sollen. Die Forderung der Flughelfergruppen nach einer einheitlichen Schutzkleidung befürwortete Eitzenberger, der sich insgesamt für eine Vereinheitlichung der Schutzkleidung der bayerischen Feuerwehren aussprach.

Im Anschluss gaben die Flughelfer-Standorte interessante Einblicke in Ihren Einsatz- und Übungsdienst. Insbesondere am Einsatz am Tennenloher Forst mit Munitionsbelastung im Frühjahr 2025 waren mehrere Standorte im Einsatz und in Bereitschaft. Insgesamt sehen die Standorte die Notwendigkeit, die Flughelfer Bayern in den Landkreisen und über die Landesgrenze hinaus stärker bekanntzumachen. Von einer Zuordnung als Landkreiseinheit erhoffen sich die Standorte, dass die Fachberater bei Waldbränden früher alarmiert werden. Diese Landkreisordnung ist jedoch bisher uneinheitlich und nicht in allen Landkreisen gegeben, wodurch sich Probleme bei der Nutzung von KatS-Fahrzeugen für die Flughelfergruppen ergeben.

Insgesamt war der „Runde Tisch Flughelfer“ eine hervorragende Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und wird zukünftig hoffentlich nachhaltig zu Verbesserungen für diese – angesichts der klimatischen Veränderungen – wohl immer wichtiger werdenden Einheiten der bayerischen Feuerwehren beitragen.

Bericht erstellt mit Informationen der SFS-W, Andreas Lenz

Foto: Andreas Lenz, SFS-W

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Aus: Florian Kommen Nr. 147 (März 2026)