Austausch mit dem LFV Oberösterreich
Fachlicher Austausch zu aktuellen Themen | Aus: Florian Kommen Nr. 147 (März 2026)
Seit Jahren schon wird ein fachlicher Austausch mit dem Landesfeuerwehrverband Oberösterreich gelebt. Auch in 2026 führte dieser nun in die Gemeinde Schärding auf Einladung des LFV Oberösterreich. An diesem Termin nahmen der stellvertretende Vorsitzende KBR Markus Barnsteiner und der Referent für die Facharbeit Jürgen Weiß teil. Von Seiten des LFV Oberösterreich nahmen der Oö. Landesfeuerwehrkommandant Robert Mayer, zugleich Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes und der Stellvertreter des Oö.-Landesfeuerwehrkommandanten Michael Hutterer teil.
Bei den Gesprächen wurde eine ganze Reihe von Themen angesprochen und diskutiert. Neben den Themen zum Katastrophenschutz, dem demografischen Auswirkungen auf die Mitgliedererhaltung und -gewinnung (Projekt „Wer löscht morgen?“) in den Freiwilligen Feuerwehren, Öffentlichkeitsarbeit, Vorbereitung auf einen großflächigen Stromausfall und Sammelbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen wurde auch die Ausstattung für spezielle Einsatzlagen vor Ort besichtigt.
An einem Besuch des grenzüberschreitenden Katastrophenschutzlagers in Schärding nahmen dann auch Vertreter der Kreisbrandinspektion Passau und der Freiwilligen Feuerwehr Neuhaus am Inn (BY) teil. Dieses wurde mit maßgeblichen finanziellen Mitteln der EU in der Gemeinde Schärding (OÖ) errichtet und wird durch Gemeinden aus Bayern und Oberösterreich betrieben. Auch ein Besuch beim grenzüberscheitenden Rettungshubschrauberstützpunkt „Christophorus Europa 3“ in Suben stand auf der Tagesordnung des dreitägigen Erfahrungsaustausches. Dieser wird dort durch den ÖAMTC und dem ADAC betrieben und hat Einsätze in Österreich und Bayern. Welche Schwierigkeiten in der engbebauten Altstadt der Gemeinde Schärding bei der Brandbekämpfung und der Personenrettung entstehen, konnte bei einem einsatztaktischen Stadtrundgang nachvollzogen werden. Im Nachgang konnte auch hier eine Vergleichbarkeit mit Altstädten in Bayern gezogen werden.
Alle Teilnehmer waren sich abschließend darüber einig, dass man über die Grenzen schauen sollte und muss. Man lernt ständig voneinander und kann sich zu beiden Seiten der Grenze dadurch weiterentwickeln. Im Jahr 2027 soll der Erfahrungsaustausch dann wieder in Bayern stattfinden.
Bericht und Fotos: Jürgen Weiß, Referent für die Facharbeit
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Aus: Florian Kommen Nr. 147 (März 2026)