Neues LF10 für die FF Maihingen

20. Mai 2021
KFV/SFV

In der Gemeinde Maihingen (LK Donau-Ries, BY) gab es im März 2021 nach 31 Jahren einen Fahrzeugwechsel im Gerätehaus. Das neue LF10 fand Einzug in das neu renovierte Feuerwehrhaus und löste das in die Jahre gekommene LF8 von Magirus aus dem Jahr 1990 ab.

Nach der Genehmigung durch den Gemeinderat Maihingen wurde die EU-weite Ausschreibung und die anschließende Wertung der eingegangenen Angebote vom Planungsbüro BFG aus Saarlouis vorgenommen. Der interne Fahrzeugausschuss der Feuerwehr Maihingen übernahm dann nach Vergabe der einzelnen Lose die weitere Planung, Koordinierung, Rohbauabnahme und Endabnahme in Eigenregie. Hierfür wurden, bis zur Auslieferung des LF10 und Erledigung von Restarbeiten, knapp 780 Arbeitsstunden durch den 7-köpfigen Fahrzeugausschuss aufgewendet.

Bei der Neubeschaffung handelt es sich um einen MAN TGM 13.290 mit 290 PS und einer zulässigen Gesamtmasse von 14 Tonnen. Aufgebaut wurde das Fahrzeug von der Firma Ziegler in Giengen mit dem Alpas Aufbau, der eine Z-Cab Kabine beinhaltet und Platz für eine Gruppenstärke bereithält. Beladungsteile und Gerätschaften wurden von Fischer-Feuerschutz aus Dinkelscherben geliefert. Die Design-Beklebung wurde nach der Auslieferung durch die Firma Wagner aus Nördlingen vorgenommen.

Zur besseren Sichtbarkeit und Absicherung an der Einsatzstelle ist das neue LF10 mit dem Top Integro Dachmodul, vier LED-Frontblitzer, Heckwarneinrichtung und der LED-Umfeldbeleuchtung Z-Vision ausgestattet.

Um die Arbeit bei Einsätzen in der Dunkelheit zu erleichtern, wurde ein pneumatischer Lichtmast mit zweimal je vier voneinander unabhängig schwenkbaren LED-Scheinwerfern verbaut. Zusätzlich ist die mobile Einsatzstellenbeleuchtung Aldebaran 360° Flex LED mit Kurbelstativ im Fahrzeug verlastet.

Die im Führerhaus montierte Rückfahrkamera und auf dem Dach installierten zusätzlichen LED-Scheinwerfer tragen zur Arbeitserleichterung des Fahrzeugführers bei. Auf der Beifahrerseite wurde ein LED-Suchscheinwerfer angebracht. Zwischen Fahrer- und Beifahrersitz befindet sich die Dokumentenbox für ortsspezifische Einsatzpläne, sowie Handscheinwerfer und Handsprechfunkgeräte für Maschinist und Gruppenführer.

In der Mannschaftskabine sind neben den vier Atemschutzgeräten ein Dräger Gasmessgerät, sowie die Wärmebildkamera von Leader untergebracht. Weiter wurden hier Handscheinwerfer und Handsprechfunkgeräte für Melder, Angriffs- und Wassertrupp in Ladeschalen untergebracht.

Im Aufbau befindet sich ein 2000 Liter Löschwassertank mit Anschluss an eine Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-2000 von Ziegler. Die Pumpenleistung beträgt max. 2500l/min bei 10bar. Ergänzend zur FPN wurde im G1 die Tragkraftspritze Ziegler Ultra Power 4 mittels Tiefbaus auf drehbarem Auszug zur leichteren Entnahme untergebracht. Das 13 kVA starke Stromaggregat von Eisemann kann über eine Fire-Can-Schnittstelle im noch eingeschobenen Beladezustand vom GR aus gestartet werden. Ein ausfahrbares Hygieneboard im G6 ermöglicht am Einsatzort die Reinigung und Desinfektion bei Hautverschmutzungen. Bei schweren und unhandlichen Ausrüstungsgegenständen wie Werkzeugkasten und Belüftungsgerät wurde auf eine ergonomische Entladungshöhe, sowie deren Lagerung auf Vollauszügen geachtet.

Neben der genormten Standardbeladung runden ein Wassersauger von Nilfisk und das Lukas-Abstützsystem die Ausstattung für die technische Hilfeleistung ab. Das effektive Löschmittel „F500“ wird einsatzbereit in Form einer Schaummittelpistole in Nähe des Schnellangriffsschlauches mitgeführt. Im G5 befindet sich befindet sich noch ein gebundenes Schlauchpaket sowie ein Schlauchroller von Barth.

Christoph Mayer, Kommandant FF Maihingen

Max Hofmann, Truppführer FF Maihingen

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