Landkreis Ansbach: Christian Schmidt übernimmt Amt des Kreisbrandrats
Nach 18 Jahren im Amt übergibt Thomas Müller die Führung der Kreisbrandinspektion – Landkreismedaille in Gold würdigt seine Verdienste
Nach 18 Jahren als Kreisbrandrat im Landkreis Ansbach hat Thomas Müller sein Amt am Sonntag, 25. Oktober 2026, an seinen Nachfolger Christian Schmidt übergeben. Der 50-jährige Kreisbrandinspektor aus Dietenhofen war zuvor bei der Kommandantendienstversammlung zum neuen Kreisbrandrat gewählt worden. Von 230 Stimmberechtigten entfielen 226 Stimmen auf ihn. Schmidt nahm die Wahl an und trat sein Amt zum 25. Oktober an.
Müller prägte über viele Jahre das Feuerwehrwesen im Landkreis Ansbach. Seine Laufbahn begann bei seiner Heimatfeuerwehr in Dinkelsbühl, wo er 1997 zum Ersten Kommandanten gewählt wurde. Im selben Jahr wurde er zum Kreisbrandmeister bestellt. Am 23. September 2008 wählten ihn die Kommandanten des Landkreises zum Kreisbrandrat.
Zu den Aufgaben Müllers gehörten die Koordination und Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens im gesamten Landkreis mit derzeit 294 Freiwilligen Feuerwehren und zwei Werkfeuerwehren. Besonders bei größeren Schadenslagen waren seine Erfahrung und sein taktisches Geschick gefragt. Auch als Geschäftsleiter des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach (ZRF AN) war er maßgeblich am Bau der neuen Integrierten Leitstelle in Ansbach-Brodswinden beteiligt.
Für seine Verdienste wurde Müller vor Kurzem mit der Landkreismedaille in Gold ausgezeichnet. Landrat Marco Meier würdigte dabei insbesondere dessen besonnenes Handeln bei zahlreichen Kriseneinsätzen sowie sein Engagement für die Fertigstellung der neuen Leitstelle. Müllers Fachwissen und seine langjährige Erfahrung seien bei den Feuerwehren im Landkreis und darüber hinaus geschätzt.
Müller selbst betonte, dass er die Auszeichnung auch als Anerkennung für die gesamte Feuerwehrführung verstehe. „Sicherheit, Brandschutz und Katastrophenschutz sind immer Teamleistung und Erfolg in diesem Spektrum ist immer Teamsache“, sagte er. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die Feuerwehren auch künftig die hohe Anerkennung und Wertschätzung erfahren, die sie für ihre Arbeit benötigen.
Verabschiedung in Dinkelsbühl
Auch Müllers Heimatfeuerwehr in Dinkelsbühl hat sich zu seinem Abschied etwas einfallen lassen. „Wenn sogar der Himmel weint“, schrieben sie dazu auf Instagram und posteten ein Video, in dem die Feuerwehren Spalier stehen. Müller wurde mit einem historischen Löschgruppenfahrzeug LF 15 an seinem Wohnort abgeholt und zum Schießwasen in Dinkelsbühl gebracht. Dort standen Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Spalier, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Anschließend ging es zur Schranne, wo ein Empfang für den scheidenden Kreisbrandrat stattfand.
Die Bläserbuben der Stadt Dinkelsbühl übernahmen die musikalische Umrahmung. Neben einem offiziellen Festakt gab es einen Stehempfang im Schrannensaal. Eine Laudatio hielt der ehemalige Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Auch Landrat Marco Meier würdigte Müller und dessen langjährige Verdienste. Im Rahmen der Veranstaltung wurde Christian Schmidt offiziell vorgestellt und in sein neues Amt eingeführt.
Langjährige Erfahrung für die neue Aufgabe
Mit Christian Schmidt übernimmt ein Feuerwehrmann mit langjähriger Führungserfahrung die Nachfolge. Er ist seit 1991 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Dietenhofen. Nach seiner Tätigkeit als stellvertretender Kommandant übernahm er verschiedene Führungsaufgaben, unter anderem als Fach-Kreisbrandmeister für EDV und als Kreisbrandmeister. Zuletzt war er Kreisbrandinspektor im Inspektionsbereich Ansbach-Land 2. Beruflich arbeitet Schmidt am Bayerischen Verwaltungsgericht Ansbach im Bereich der Informations- und Kommunikationssysteme.
Für seine Amtszeit sieht Schmidt die Feuerwehren vor wachsenden Herausforderungen. Der Klimawandel mit zunehmenden Extremwetterlagen, der demografische Wandel und veränderte sicherheitspolitische Rahmenbedingungen machten eine vorausschauende Weiterentwicklung von Ausbildung, Ausstattung und Organisation erforderlich.
Der Kreisbrandrat nimmt im Feuerwehrwesen eine zentrale Rolle ein. Er verbindet die Feuerwehren mit den Kommunen und dem Landratsamt, übernimmt bei größeren Schadenslagen Führungsaufgaben und berät unter anderem bei Beschaffungen sowie im vorbeugenden Brandschutz. Mit der Amtsübergabe beginnt für Christian Schmidt damit eine neue Aufgabe in der Verantwortung für die Feuerwehren des Landkreises Ansbach.
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Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Ansbach
Fotos: Raimund Großberger