Unwetter und Hochwasser in Bayern und Deutschland

24. August 2021
Hochwasser Feuerwehr Einsatz Bayern Wetter Unwetter StMI LFV Bayern Deutschland

+++ NEWS-Ticker +++

24.08.2021

Einsatz der Bayerischen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz mit dem 22.08.2021 beendet

Wie vorgesehen endete der länderübergreifende Hilfeleistungseinsatz der Bayerischen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz offiziell am 22. August 2021.

An diesem Tag traten die bis zuletzt eingesetzten Kräfte der Ölwehreinheiten ihre Rückreise an.

Allen, die seit Beginn des Einsatzes – egal an welcher Stelle und in welcher Funktion – an diesem Kontingenteinsatz beteiligt waren sei auch hier im Namen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern nochmals herzlich gedankt.

Dass die Hilfe großartig bei der Bevölkerung vor Ort ankam beweist das nachfolgende Zitat aus einer Mail an die FF Waldaschaff:

„Ich wollte an dieser Stelle einfach mal Danke sagen für den großartigen Einsatz hier bei uns im Kreis Ahrweiler. Eine so tolle Truppe die für einen da sind und ohne die wir verloren wären. Nicht nur als Feuerwehr im Einsatz, sondern auch noch Ihren Urlaub opfern um uns zu helfen. 1000 Dank!“

Auf die Pressemitteilung und den Dank des Bayerischen Staatsministers des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann, darf ebenfalls verwiesen werden.

Bayern darf zu Recht stolz auf seine hochmotivierten und in jeder Lage leistungsfähigen Feuerwehren sein!

16.08.2021

Von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz wurde das Hilfeersuchen für die Ölwehreinheiten aus Bayern nochmals bis 22.08.2021 verlängert. Nach Annahme des Hilfeersuchens durch das StMI wurden nun die bisherigen Einsatzkräfte am 15.08.2021 durch ein Hilfeleistungskontingent mit Einsatzkräften der Stadt und des Landkreises Bamberg ausgetauscht. Dieses wird bis voraussichtlich 22.08.2021 die bisherigen Arbeiten im Zusammenhang mit der Ölwehr fortsetzen und damit dem Land Rheinland-Pfalz, dem Landkreis Ahrweiler und der Bevölkerung einen ganz wichtigen Dienst mit dieser fachlichen Komponente zur Ölabwehr erweisen. Ein Vorauskommando hatte sich bereits am 14.08.2021 mit den vor Ort befindlichen Einsatzkräften getroffen und den Einsatzbereich/Einsatzstellen übergeben bekommen.

Den abgelösten Einsatzkräften sei auch auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön gesagt und den neuen Einsatzkräften wünschen wir einen guten Einsatz und das alle wieder gesund nach Hause kommen.

06.08.2021

Nach Auskunft des StMI wurde der Einsatz der Ölwehreinheiten bis voraussichtlich 15.08.2021 jeweils mit interner Ablösung, die von den jeweils zuständigen Regierungen (Unterfranken, Oberpfalz, Niederbayern und Oberbayern) in Zusammenarbeit mit den SBR/KBR organisiert wird, verlängert.

Derzeit wird das Gesamtkontingent von der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg geführt.

Allen eingesetzten Kameraden/innen zum wiederholten Male größtes Lob und höchste Anerkennung für ihre hervorragende Arbeit und eine gesunde und sichere Rückkehr.

02.08.2021

Insgesamt stabilisiert sich die Lage weiter und die Strukturen und Abläufe greifen in allen Bereichen mehr und mehr.

So ist bereits in Teilen der verwüsteten Orte sowohl die Strom- als auch die Wasserversorgung wiederhergestellt. Auch die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs, aber auch spezieller, lageangepasster Ausstattung, insbesondere aus dem Baubereich, greift zusehends.

Wie geplant sind die Hilfeleistungskontingente aus dem Landkreis Rosenheim und Eichstätt sowie dem Landkreis Günzburg und der Stadt Neu-Ulm am 30.07.2021 wieder nach Hause gefahren, nachdem sie ihre Einsatzaufträge erfolgreich abarbeiten konnten.

Am 27.07.2021 wurden dann aus Rheinland-Pfalz weitere, spezielle Einheiten zur Ölwehr angefordert. Am 28.07.2021 hat dann das StMI entschieden, Ölwehreinheiten aus vier verschiedenen Regierungsbezirken zusammenzuziehen und unter der Führung der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg ab 30.07.2021 zu entsenden. Der Einsatz selbst wurde bis 06.08.2021 angefordert. Ein Personalaustausch wurde intern organisiert.

Wesentliche Arbeiten vor Ort waren und sind die Sicherung von Öltanks aber auch das Absaugen von Öl/Wassergemischen aus Kellern oder beschädigten Behältern, um weitere Gewässerverschmutzungen damit zu verhindern. Auch der Transport von Öl/Wassergemischen in IBC-Behältern zu einer Separierungsanlage des THW wurde organisiert und durchgeführt. Nach dem derzeitigen System werden Öl-/Wassergemische in IBC-Behältern gesammelt und dann zu einer größeren Separierungsanlage transportiert. Damit kann vor Ort schneller geholfen werden und die Arbeiten zu Ölwehr werden auf mehrere „Schultern“ verteilt. Im Ergebnis hat man zwischenzeitlich festgestellt, dass die Separierung von Öl und Wasser dort so gut funktioniert, dass das Öl wieder weiterverwendet werden kann, quasi in den Kreislauf wieder zurückgeführt werden kann.

Umweltschutz - damit aus erster Hand!

Nach dem üblichen Verfahren zwischen den Bundesländern muss eine Hilfe angefordert werden, bevor diese geleistet wird. Sofern also bis Freitag kein weiteres Hilfeersuchen gestellt wird, würde der Einsatz am 06.08.2021 für die Feuerwehreinheiten aus Bayern enden.

Auch hier sei nochmal ein herzliches Dankeschön an alle eingesetzten Einheiten aus Bayern gesagt.

Wir sind weiter in engem Kontakt mit dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz und werden insbesondere auch das Thema Unterstützung betroffener Feuerwehren und ihrer Mitglieder bereits morgen bei einem erneuten Besuch vor Ort vertiefen.

Nun noch ein Hinweis für unsere eingesetzten Kräfte:

Gesprächsbedarf nach dem Hilfseinsatz?

Für zurückkehrende Einheiten die Gesprächsbedarf haben, um das Gesehene und  Erlebte zu verarbeiten, wurde unter der E-Mail-Adresse einsatznachsorge@lfv-bayern.de oder der Telefonnummer  089 388 372 25 eine Telefonhotline eingerichtet. Sofern also vor Ort oder in dem entsendenden Landkreis kein Ansprechpartner zur Verfügung steht, kann man sich gerne an die v.g. Ansprechpartner wenden.

28.07.2021

9:00 Uhr

Die derzeitigen Einsatzkräfte der Hilfskontingente aus den Landkreisen Cham, Neustadt a.d.W.(mit Stadt Weiden) und Rottal-Inn sind weiterhin in festen Unterkünften am ehemaligen Heeresflugplatz Mendig untergebracht und versorgen sich dort selbst. Sie sind aktuell in den Ortschaften Dernau, Marienthal, Rech, Altenahr und Bad Neuenahr des Kreises Ahrweiler im Einsatz.

Die Hilfskontingente wurden hinsichtlich deren technischer Austattung für die weiteren Aufgaben im Schadensgebiet nun angepasst.

Die wesentlichen Aufgaben sind derzeit:

  • Räumungsarbeiten von Schlamm, Geröll und Unrat
  • Auspumpen von Kellern
  • Sicherstellen der Wasserversorgung in einzelnen Ortsteilen
  • Unterstützung der Gebietsabdeckung im Bereich Brandschutz
  • Gefahrenbaumfällungen

Da das Hilfeersuchen aus RLP nun bis 29.07.2021 verlängert wurde, hat das StMI entschieden, die derzeit vorhandenen Einsatzkräfte nochmals auszutauschen. Deswegen sind am gestrigen Montag schon Vorauskommandos der Landkreise/Städte Rosenheim, Eichstätt, Günzburg, Neu-Ulm und Augsburg und der Regierung von Oberbayern nach Rheinland-Pfalz verlegt worden.

Die derzeit vor Ort befindlichen Einsatzkräfte arbeiteten bis gestern Abend und verlegen heute wieder nach Bayern an ihre Standorte zurück.

Die neuen Hiko kamen gestern an und verbleiben vorerst bis 29.07.2021, um dann am 30.07.2021 wieder nach Bayern an ihre Standorte zu verlegen. Eine weitere Verlängerung und damit ein Austausch der vor Ort befindlichen Einsatzkräfte ist aktuell nicht vorgesehen – eine Verlängerung des Einsatzes mit weiter konkretisierten Fähigkeiten ist aber eine mögliche Option.

Hinweis: Bereits am 19. Juli 2021 hat das Bayer. Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (StMI) die Gesamtleitung der länderübergreifenden Katastrophenhilfe übernommen. Entsprechend den Vorgaben der Länder- und staatenübergreifenden Katastrophenhilfe sowie überregionale Katastrophenhilfe innerhalb Bayerns liegt die Verantwortung und Entscheidungsbefugnis über Führung und Entsendung (auch die Auswahl) der Hilfeleistungskontingente beim StMI. Der LFV Bayern ist von der ersten Minute an in die Entscheidungsprozesse begleitend miteingebunden.

Erneut danken wir den hunderten von Einsatzkräften und Unterstützern in den Standorten für die schlagkräftige Hilfeleistung. Es hat sich gezeigt, dass die nach dem Hochwasser in Sachsen-Anhalt im Jahre 2002 aufgenommenen Planungen und deren Umsetzung in den Folgejahren in Bayern richtig waren. Wir waren gut vorbereitet, können aber selbstverständlich auch aus dem laufenden Einsatz weitere wichtige Hinweise und Erkenntnisse ziehen.

27.07.2021

 

Heute Morgen starten weitere Hilfeleistungskontingente aus den Landkreisen/Städten Rosenheim, Eichstätt, Günzburg, Neu-Ulm und Augsburg in das von der Sturmflut stark betroffen Katastrophengebiet im Bundesland Rheinland-Pfalz.
Die Aufgaben kann man den jeweiligen Pressemeldungen entnehmen.
Wir wünschen auch den Einsatzkräften dieser drei Hilfskontingente einen guten Einsatz und kommt alle gesund wieder zurück.

23.07.2021

20:00

Das von unserem Innenministerium über die Regierungen entsandte erste Kontingent konnte in den letzten Tagen bereits an vielen verschiedenen Einsatzstellen wirkungsvoll Hilfe leisten. Die weitere Verlängerung des Einsatzes war  daher nur zu verständlich.

Nach den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern, sind für die nächste Woche auch schon Oberbayern und Schwaben durch das Ministerium für einen möglichen Einsatz verständigt. Die weitere Absprache erfolgt jeweils zwischen den Regierungen und den betroffenen Kreisbrandräten.

Die Unterkunft für unsere Kräfte vor Ort in RP ist auf einem ehemaligen Flugplatz in Mendig gut situiert, sind doch von dort mittlerweile wieder nahezu alle Orte des Ahrtales über Straßen in vertretbarer Zeit erreichbar.

Dank der profunden Führungsarbeit von Kontingentführer Steffen Weber, Reg. von Unterfranken, und der mittlerweile ebenso  gut funktionierenden Stabsarbeit in der Gesamteinsatzleitung, in der die Berufsfeuerwehr München maßgeblich unterstützt, erwartet die nachrückenden Kräfte eine strukturierte Einsatzsituation.

Ich danke hier erneut allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden die bereits im Einsatz waren und noch gehen, für ihre hohe Motivation und ihr umsichtiges Agieren.

Sowohl innerhalb der Blaulichtfamilie, als auch im Kontakt mit der Bevölkerung und den vielen Spontanhelfern wird das Miteinander und die Solidarität laufend spürbar.

In diesem Zusammenhang wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass nach unserer Beobachtung die professionelle Hilfe zur Bewältigung der traumatisierenden Ereignisse sowohl für Einsatzkräfte, als auch die Bevölkerung umfassend geleistet wird.

Wir wünschen allen, die in dieser großen Not tatkräftig mithelfen, die Folgen zu lindern, weiter Kraft und den vielen Betroffenen dazu Trost und  Zuversicht.

Die bayerischen Feuerwehrler fühlen mit allen Betroffenen, egal ob daheim, in NRW oder RP – es gilt: Gemeinsam sind wir stark!

23.07.2021

14:10 Uhr

Heute informieren wir, dass das bayerische Innenministerium den Hilfeleistungseinsatz der bayerischen Feuerwehren zunächst bis voraussichtlich 29.07.2021 verlängert hat.

Aus diesem Grund werden die drei bisher in Rheinland-Pfalz anwesenden Kontingente morgen durch Kontingente aus der Oberpfalz (Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab u. Stadt Weiden, Cham) und Niederbayern (Landkreis Rottal-Inn) abgelöst.

23.07.2021

ca. 12:00 Uhr

LFV-Vorsitzender Johann Eitzenberger tauscht sich während seines Aufenthaltes im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz mit dem Führer des Hilfeleistungskontingentes aus dem Landkreis und der Stadt Aschaffenburg, KBI Frank Wissel, in Bad Neuenahr-Ahrweiler aus.

Zahlreiche weitere Gespräche fanden sowohl mit dem Vorsitzenden des LFV Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, den Einsatzkräften vor Ort, politischen Spitzenvertretern, als auch mit der Bevölkerung statt.

22.07.2021

9:30 Uhr

Nachdem gestern die bayerischen Einheiten (Stadt und Landkreis Aschaffenburg, Lkr.e Miltenberg und Bayreuth) bereits operativ tätig waren, wird der Einsatz heute mit u.a. Kontrolltätigkeiten, Auspumparbeiten, Sicherungsmaßnahmen sowie Bergeeinsätzen weitergeführt.

Seitens des GMLZ (Gemeinsames Melde- und Lagezentrum) liegt zudem eine aktuelle Information vor, dass zu den ursprünglichen Hilfeersuchen vorerst keine weiteren Ressourcen von Rheinland-Pfalz mehr angefordert werden.

Für heute Nachmittag ist ein Treffen der Verbandsspitzen des Landesfeuerwehrverbandes aus Rheinland-Pfalz und Bayern vorgesehen, bei dem über weitergehende Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen beraten wird.

20.07.2021

21:30 Uhr

Bis 19.00 Uhr sind heute alle 450 Einsatzkräfte der drei Hilfeleistungskontingente aus den Landkreisen Miltenberg, Aschaffenburg und Bayreuth am Rande des Katastrophengebietes Ahrtal in Rheinland-Pfalz eingetroffen.

Kontingentführer Steffen Weber von der Regierung von Unterfranken stellte den Kontakt zur Einsatzleitung vor Ort her. Hauptaufgabe dieses ersten Tages war dann das Herrichten des eigenen Bereitstellungsraumes mit Versorgungs- und Übernachtungsmöglichkeit. War ursprünglich eine freie Wiesen-/Kiesfläche ohne jegliche Infrastruktur anvisiert, so konnte nach weiteren Besprechungen eine ehemalige, stillgelegte Bundeswehrliegenschaft am ehem. Flugplatz Mendig ertüchtigt werden.

Dank der schnellen und unkomplizierten Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern vor Ort konnte bis zum Abend sowohl die Strom-, als auch die Wasserversorgung geregelt werden.

Alle Einsatzkräfte werden nun morgen früh – nachdem heute bereits Teilerkundungen stattgefunden haben – zielgerichtet die schon anwesenden Helfer unterstützen.

Ob und wann es zu einer Ablöse der Kräfte kommt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Mittlerweile sind auch weitere Feuerwehrkontingente aus anderen Bundesländern, so z.B. aus Schleswig-Holstein, auf dem Weg.

Aus den ersten Schilderungen unserer Kameraden kommt aber deutlich die unfassbare Dimension der Verwüstungen zum Ausdruck.

Deshalb auch an dieser Stelle schon jetzt ein herzliches Dankeschön und für die nächsten Tage viel Kraft und ein unfallfreies Arbeiten.

19.07.2021

ca. 19:00 Uhr

Nachdem vor kurzem das Feuerwehr-Hilfsangebot aus Bayern von Rheinland-Pfalz angenommen wurde, werden nach Verständigung durch das Innenministerium morgen früh die ersten drei Kontingente Hochwasser/Pumpen aus den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg und Bayreuth Richtung Bad Neuenahr – Ahrweiler aufbrechen. Auch hier gelten selbstverständlich die Hygieneregeln – das Corona-Virus macht leider auch nicht vor Hochwasser-Gebieten Halt.

Wir wünschen den Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz, den sie für die Bevölkerung vor Ort, stellvertretend für uns alle leisten werden, alles Gute und eine gesunde Rückkehr.

Ob und wann weitere Kontingente abgerufen werden, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

19.07.2021

ca. 15:00 Uhr

Nachdem insbesondere Südbayern – bis auf den K-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land – im Großen und Ganzen vor noch schwerwiegenderen Folgen der Unwetter am Wochenende verschont geblieben ist – richtet sich unser Blick wieder nach Rheinland-Pfalz.

Zunächst gilt aber selbstverständlich unser Mitgefühl den Angehörigen der Toten und Verletzten dieses Wochenendes. Ebenso erneut der Dank an alle Einsatzkräfte für Ihren oft unermüdlichen Einsatz.

Im Hinblick auf die Lage und ein mögliches Tätigwerden bayerischer Feuerwehren in Rheinland-Pfalz ist seit heute Morgen Bewegung gekommen. Beim Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration ist das erste offizielle Hilfeersuchen eingetroffen.

Aufgrund des ständigen und sehr guten Austausches mit den zuständigen Dienststellen sind bereits konkrete Planungen für erste Schritte zu einer zielgerichteten Hilfeleistung erarbeitet worden. Aktuell liegt es am Land Rheinland-Pfalz das konkretisierte Hilfsangebot anzunehmen.

Sie werden hier sofort informiert und anschließend auf dem Dienstweg StMI – jeweilige Bezirksregierung - Kreisverwaltungsbehörde verständigt, wenn Wehren aus dem jeweiligen Zuständigkeitsbereich zur überörtlichen Hilfeleistung angefordert werden.

Wir bitten um Verständnis, dass auch Stand heute noch keine konkreten Aussagen zur voraussichtlichen Dauer und den konkreten Einsatzstellen vor Ort Aussagen getroffen werden können. Dies zu ermitteln wird sicher auch die Aufgabe der zuerst zu entsendenden Führungseinheiten sein, die die Verbindung mit der/den Einsatzleitungen vor Ort aufnehmen werden.

18.07.2021

LKR Berchtesgadener Land ruft Katastrophenfall aus

In der Nacht zu heute gab es besonders am Alpenrand in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Oberallgäu sowie Garmisch-Partenkirchen lokal teilweise sehr große Niederschlagsmengen, die zu vorübergehenden Ausuferungen, kleineren Murenabgängen sowie lokal begrenzten Überflutungen geführt haben. Im Landkreis BGL sind zwei Todesopfer zu beklagen.

Hilfe für die Betroffenen in BGL.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde die Wettersteinalm auf 1400 m Höhe im gleichnamigen Gebirge durch Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise kam und kommt es zu Straßensperrungen. Auch der Bahnverkehr ist teilweise behindert.

Die Feuerwehren in den betroffenen Gebieten haben die Einsätze gewohnt routiniert abgearbeitet und sind auch aktuell noch im Einsatz. Allen, die diese Nacht im Einsatz waren und noch sind, auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Auch gestern haben weitere Gespräche im Hinblick auf die Lage in den Bundesländern NRW und RP stattgefunden. Bis jetzt liegen aus beiden Ländern keine offiziellen Hilfeersuchen beim StMI vor.

Aus NRW ist nach direkter Rücksprache mit dem Präsidenten des LFV NRW, Dr. Jan Heinisch, ein solches wohl auch nicht zu erwarten, da aktuell ausreichend Feuerwehrkräfte vorhanden sind, die nach seiner Einschätzung wohl noch 3 bis 4 Tage zur unmittelbaren Gefahrenabwehr eingesetzt sind.

In RP wurde gestern Nachmittag die Einsatzleitung von der Landesregierung übernommen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Einsatz von Berge- und Räumgerät, das neben THW und Bundeswehr auch von privaten Firmen gestellt wird. Eine nächste Mitteilung von der dortigen Einsatzleitung wird bei uns bis heute 19.00 Uhr erwartet.

Ob,  wann und wie es zu einem Einsatz auch bayerischer Feuerwehren kommt oder kommen könnte, wird unter weiterer Kommunikation mit allen relevanten Stellen, ergänzend auch heute um 19.30 Uhr mit den Vorsitzenden der Bezirksfeuerwehrverbände, ihren Stellvertretern, sowie den Fachbereichsleitern der FB 1 und 5, beraten.

17.07.2021

Die Lage in Rheinland Pfalz ist nach wie vor noch in der Chaosphase. Einige Orte und Siedlungen sind noch immer nicht erreicht. Einsatzschwerpunkte sind das Passierbarmachen von Strassen, die Notunterbringungung sowie die Trinkwasserversorgung.

Bisher unterstützen hierzu aus Bayern bereits Kräfte der HiOrgs und des THW. Feuerwehrkräfte sind aktuell ausdrücklich noch nicht angefordert. Nach Einschätzung vor Ort ist aber davon auszugehen, dass der Einsatz nicht nur Tage, sondern voraussichtlich Wochen dauern wird.

Auswärtige Kräfte können aktuell vor Ort weder untergebracht, noch verpflegt werden. Angedacht ist deshalb beispielsweise dann zunächst auf autarke Einheiten zurückzugreifen, die auch bei den Bayerischen Feuerwehren vorhanden sind. Aber auch die Fähigkeiten Hochwasser/Pumpen (MGH) und die 12 bei uns stationierten Wasserfördersysteme haben wir im Blick.

Noch ein Wort zur unglaublichen Hilfsbereitschaft und Solidarität: Es erreichen uns auch zahlreiche Anfragen, wo Spenden von Hilfsgütern abgegeben werden können. Hier wird es zu gegebener Zeit von den HiOrgs in Absprache mit uns entsprechende Hinweise geben. Aktuell ist es aber auch dafür noch zu früh, z.B. konkrete Sammelstellen oder Transportfahrten zu benennen.

16.07.2021

Entgegen anderslautender Meldungen liegt bis dato noch kein Hilfeersuchen aus den Ländern NRW oder Rheinland-Pfalz vor. Die Ministerien und Lagezentren sind aber in ständigem Kontakt und werden, sobald erforderlich eine konkrete Bedarfsanforderung stellen.

In beiden Bundesländern finden bereits länderinterne Hilfeleistungen sowie Unterstützungen durch die unmittelbaren Nachbarländer statt. Schwerpunkte liegen aktuell neben der Abwehr unmittelbarer, lebensbedrohlicher Gefahren vor allem auf der Ordnung des Raumes und der Einsatzabschnitte. Sowohl das StMI als auch der LFV Bayern sind ständig telefonisch erreichbar und stimmen sich regelmäßig im Informationsaustausch ab.

Eine Vorabverständigung möglicher Feuerwehren oder Einheiten in Bayern halten wir angesichts des immer noch zu diffusen Lagebildes  vor Ort derzeit weiter für verfrüht.

15.07.2021

Sie wollen helfen?

Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erreichen uns und den Deutschen Feuerwehrverband zahlreiche Anfragen, wie man den Menschen vor Ort helfen kann. Folgende Informationen liegen uns aktuell vor.

Auch für die betroffenen Feuerwehrangehörigen kann gespendet werden. Weitere Informationen hier.

15.07.2021

Der LFV Bayern beobachtet ständig die aktuelle Hochwasserlage in Deutschland und natürlich besonders auch die in Bayern. Zudem sind wir in ständigem Kontakt mit dem bayerischen Innenministerium.

Zunächst gilt der Dank allen in Bayern eingesetzten Kräften, die in den vergangenen Tagen insbesondere in Mittel- und Oberfranken sowie in Nordschwaben Herausragendes geleistet haben.

Betroffen macht uns die ernste Lage in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die Todesfälle von Feuerwehrkameraden und in der Bevölkerung.

Ob und wann Hilfeleistungskontingente der Feuerwehren auch aus Bayern entsandt werden müssen, befindet sich aktuell in der Klärung. Da bis jetzt aus beiden Bundesländern noch kein offizielles Hilfeersuchen im StMI eingegangen ist, wird eindringlich gebeten, auch wenn die Bilder schlimm sind, sich nicht selbst in den Einsatz zu bringen. Dies insbesondere auch nicht, wenn kommunale Partnerschaften zu den betroffenen Bereichen bestehen.

Sobald ein Hilfeersuchen vorliegt, wird eine unmittelbare Koordination durch das StMI in Absprache mit dem LFV Bayern erfolgen und benötigte Einheiten verständigt.

14.07.2021

Landkreis Hof stellt die Katastrophe fest

Nach dem heftigen Unwetter in der Nacht zum Mittwoch mit starken Überschwemmungen hat sich die Lage in Oberfranken in Bayern etwas entspannt. Die Helfer hätten die ganze Nacht durchgearbeitet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hof am Morgen. Auch jetzt haben die Rettungskräfte in der gesamten Region immer noch viel zu tun. Sie müssen Keller auspumpen, die nach den extrem starken Regenfällen mit Wasser vollgelaufen waren.

10.07.2021

Landkreis Neustadt an der Aisch ruft Katastrophenfall aus

Im Landkreis Neustadt an der Aisch galt am Samstag weiterhin der Katastrophenfall. Teilweise waren Straßen auch am Samstag noch nicht wieder befahrbar. Insgesamt seien rund 700 Einsätze gemeldet worden und mehr als 1300 Einsatzkräfte beschäftigt gewesen, sagte ein Sprecher. Am Samstagvormittag standen noch rund 100 Einsätze aus, häufig ging es dabei um vollgelaufene Keller. Sie sollten im Laufe des Tages ausgepumpt werden.

Die Lage habe sich entspannt, sei aber noch nicht vom Tisch, sagte der Sprecher. Die Schäden hätten „eine immense Dimension“. Allerdings sei man froh, dass es weder bei den Betroffenen noch bei den Rettungskräften Verletzte oder gar Tote gegeben habe.

09.07.2021

Vom Hochwasser betroffen sind besonders die Gebiete um Ansbach, Neustadt an der Aisch sowie in den Landkreisen Forchheim, Bamberg und Coburg, wie aus den Warnungen des Hochwassernachrichtendienstes Bayern vom Freitag hervorgeht.

Gewarnt wird dort vor „Überschwemmungen für bebaute Gebiete“. Auch in vielen anderen Regionen vor allem im Norden und Westen Bayerns gelten Warnungen vor „Ausuferungen und Überschwemmungen“.

Auch in Neustadt an der Aisch ist der Pegel der Zenn rasant angestiegen. Bei Stöckach stieg sie innerhalb weniger Stunden um rund 2,50 Meter auf ein Allzeit-Pegelhoch an. Auch Sulzach oder Altmühl verzeichneten teils meterhohe Anstiege.

09.06.2021

Überschwemmungen und Bombenfund: Stadt Ansbach ruft Katastrophenfall aus

370 Kräfte der Polizei, der Feuerwehr, des BRK, des THW und der Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Ansbach sind allein im Zusammenhang mit der Entschärfung der Bombe im Einsatz. Durch den Ausruf des Katastrophenfalls ist es Oberbürgermeister Thomas Deffner nun möglich, weitere Einsatzkräfte anzufordern.

Zudem ist es ihm erlaubt, Personen das Betreten des Katastrophengebiets zu verbieten und das Gebiet zu sperren oder zu räumen. „Ferner kann zur Katastrophenabwehr von jeder Person die Erbringung von Dienst-, Sach- und Werkleistungen verlangt sowie die Inanspruchnahme von Sachen angeordnet werden“, heißt es in einer Meldung der Stadt.

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