Seminar für Frauen in den Feuerwehren des Fachbereiches 10 – Frauenarbeit

27. März 2019
Bayern Frauen zur Feuerwehr Freiwillige Feuerwehr Staatliche Feuerwehrschulen Facharbeit LFV Bayern

Im Rahmen ihres jährlich stattfindenden Seminars trafen sich die Frauenbeauftragten aus ganz Bayern erstmalig an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried.

Hierzu begrüßte Schulleiter Dr. Mühlberger besonders die Ehrengäste Sozialministerin Schreyer, sowie das MdL Martin Bachhuber, sowie die Landesfrauenbeauftragte Andrea Fürstberger aufs herzlichste an der Schule, den Grussworten schloss sich Frau Fürstberger an und ihr Gruss war mit dem Dank verbunden, welche sie in ihrer Arbeit unterstützen, hier besonders Jürgen Weiss  vom LFV und Ministerialrätin Friedericke Fuchs, die zum Gelingen des Seminares beitrugen, so werde jährlich ein intensiver Meinungsaustausch und Erfahrungsberichte unter den Beauftragten gefördert.

Einen kurzen Einblick in die derzeitige Situation der Frauenarbeit gab Ministerialrätin Fuchs,  sie gab die aktuellen Zahlen bekannt, wie es den derzeit mit den Frauen im aktiven Dienst oder Führungspositionen in den einzelnen Bezirken aussehe. Diese Zahlen zeigen offensichtlich, dass hier nach 50 Jahren noch enorm viel für die Gleichberechtigung getan werden sollte, denn der Anteil in Bayern sei unter den Führungskräften prozentual im einstelligen Bereich, im aktiven Bereich werden derzeit 29000 Frauen gezählt, bei den Männern sind es 313000.  Man sei bemüht hier an der Problemlösung zu arbeiten und Aufgabe des Fachbereiches, der Politik, sowie der Gesellschaft sei es den Frauen die Möglichkeiten zu schaffen, sich doppelt zu engagieren, die Akzeptanz und die Wertschätzung entgegenzubringen, aber auch zu ermutigen sich nicht unter ihren Scheffel zu stellen. Viele gute Beispiele gäbe es in Bayern, diese müsse man Publik machen um die Arbeit der Frauen in den Feuerwehren und des aktiv gelebten Ehrenamtes der Öffentlichkeit zu zeigen, aber auch um Mut zu machen, sich deren Aufgaben annehmen zu wollen und können.

Ministerin Schreyer unterstrich die Worte, mit dem Spruch:“ Talent kennt kein Geschlecht!“, sowie „Frau stell Dich hin und sag Du willst!“.  Sie begrüßte die Quotenmänner im Seminar, welche sich die Zeit nahmen, sich der Belange des Tages anzunehmen und somit Ihr Interesse bekundeten. Es sei wichtig, dass Mann sich zurücknimmt um Frau die Möglichkeit zu geben, das Wissen und Können, mit dem sie ihm nicht nachsteht, fürs Ehrenamt einzubringen. Es sei die Tradition welche oft noch Männer im Amt sitzen lassen, wobei bei genauem Hinsehen Frau hier dieselben Leistungen  bringe und dem männlichen Geschlecht gleichsteht. Die Position der Frau müsse auch in der Gesellschaft mehr Wertschätzung finden, ob im politischen oder ehrenamtlichen, seien hier noch viele Hürden zu brechen um dies in den Köpfen der Gesellschaft zu verankern. Frau stehe ihren Mann in allen Bereichen und Aufgaben, mit mehr als 100 Prozent Leistung und Engagement.

Nach dem gemeinsamen Foto mit der Ministerin und den Ehrengästen aus Politik und Feuerwehr referierte der technische Aufsichtsbeamte Wolfgang Zuchs über die Neuerungen der Gesetzlichen Unfallversicherung die seit Januar 2019 bestehen, diese kann man sich auf der Homepage der DGUV downloaden. Viele Fragen wurden hierzu zu den Neuerungen gestellt, die der Fachmann umfassend und informativ beantwortete.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen referierte die Fachbereichsleiterin der Kinderfeuerwehr Melanie Walter über den neugegründeten Fachbereich und dessen Handreichung welche die Wehren als Unterstützung hierfür bekommen. Mit diesem Inhalt ist ein Grundstock gelegt bei dem viele Anregungen, Wissenswertes aber auch die Gesetzesgrundlagen und  Vorschriften geregelt sind. Mit einem ebenfalls sehr umfassenden Bericht konnte sie viele Fragen welche im Vorfeld aufgetaucht waren, klären.

Nach der Kaffeepause und der Abschlussrunde bekamen die Damen eine Führung durch das Gelände des Feuerwehrübungsdorfes mit interessanten Einblicken.

Andrea Fürstberger dankte allen Referenten und Gästen, sowie den Frauen für die Teilnahme am Seminar und wünschte allen weiterhin viel Erfolg in ihrem Tun für den Dienst am Nächsten.

Autor: Rowitha Meier

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