Herrmann stellt neue Notstromgerätesätze für die bayerischen Feuerwehren vor
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellt neue Notstromgerätesätze für die bayerischen Feuerwehren vor: Gerätesätze zur Bewältigung von Stromausfällen für jede Kreisverwaltungsbehörde - Bereits 29 Millionen Euro in Notstromkapazitäten investiert - Krisenvorsorge auch auf kommunaler Ebene und im Privaten unverzichtbar
+++ "Unser Ziel ist: Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt in Bayern soll einen Notstromgerätesatz erhalten, um bei einem längeren Stromausfall die Belastungen für die Bevölkerung bestmöglich abzumildern und Kritische Infrastruktur am Laufen zu halten." Das betonte Bayerns Innen- und Katastrophenschutzminister Joachim Herrmann heute in Nürnberg bei der Vorstellung der neuen Gerätesätze für die bayerischen Feuerwehren. Die Sätze bestehen aus mehreren unterschiedlich großen Notstromaggregaten sowie weiteren Ausstattungsgegenständen und können im Notfall Strom in das Netz einspeisen oder Gebäude direkt versorgen. 19 Landkreise und kreisfreie Städte haben die ersten Sätze bereits erhalten, darunter die Städte Ansbach, Erlangen und Nürnberg. "Wir investieren seit Jahren kräftig in den Katastrophenschutz, darunter auch in die Beschaffung der nun ausgelieferten Notstromgerätesätze. Aus dem Sonderinvestitionsprogramm Katastrophenschutz Bayern 2030 haben wir seit 2022 insgesamt 29 Millionen Euro für die Beschaffung von Notstromkapazitäten eingesetzt", betonte Herrmann. +++
Darüber hinaus beschafft der Freistaat Bayern auch 21 Netzersatzanlagen mit einer Leistung von jeweils 650 Kilovoltampere für die bayerischen Fachgruppen Elektroversorgung des THW, die etwa Krankenhäuser oder ganze Ortsteile mit Strom versorgen können und ab Herbst ausgeliefert werden sollen. "Der Freistaat Bayern unternimmt viel, um bei Stromausfällen gezielt helfen und die Kommunen unterstützen zu können. Auch der Bund beabsichtigt entsprechende Maßnahmen und Investitionen für den Aufbau einer Nationalen Reserve Blackout. Besonders wichtig ist und bleibt aber die Krisenvorsorge der Kommunen. Diese leisten einen unverzichtbaren Beitrag – sie beschaffen kommunale Notstromkapazitäten, erstellen Notfallpläne für Stromausfälle und sind erster Anlaufpunkt für die Bevölkerung in Krisenfällen", betonte Herrmann.
Die Oberbürgermeister der Städte Ansbach, Erlangen und Nürnberg unterstrichen das große Engagement der Kommunen.
Oberbürgermeister Thomas Deffner: "Die Ereignisse beispielsweise in Berlin zeigen, dass eine verlässliche Stromversorgung auch auf kommunaler Ebene unverzichtbar ist. Ein Notstromaggregat stellt sicher, dass wir als Stadt in vielen Bereichen auch bei längeren Ausfällen handlungsfähig bleiben, daher statten wir auch unsere Verwaltung entsprechend aus. Die technisch anspruchsvollen Geräte müssen künftig von Ehrenamtlichen bei der Feuerwehr Ansbach bedient werden, daher schon heute vielen Dank an diese, die teilweise ihre beruflichen Erfahrungen einbringen werden."
Oberbürgermeister Dr. Florian Janik: "Die Beschaffung des Freistaats Bayern stellt eine optimale Ergänzung unserer bisher selbst finanzierten Notstrom-Komponenten dar. In den letzten Jahren hat die Stadt Erlangen neben dem Kauf von Notstromaggregaten und Netzersatzanlagen sowie der Ausrüstung von städtischen Gebäuden mit Notstrom auch ein umfassendes Konzept für einen Blackout entwickelt, beispielsweise die sogenannten Leuchttürme als Anlaufstellen vorbereitet."
Oberbürgermeister Marcus König: "Mit den Notstromgerätesätzen Feuerwehr stärken wir ganz konkret unsere Vorsorge für außergewöhnliche Lagen. Ein länger andauernder Stromausfall – ob Brownout oder Blackout – ist kein theoretisches Szenario mehr. Auch Nürnberg muss darauf vorbereitet sein. Die heute vorgestellten Notstromgerätesätze sind dafür ein wichtiger Baustein. Katastrophenschutz funktioniert nur gemeinsam – über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer robusten, vernetzten und leistungsfähigen Gefahrenabwehr."
Abschließend machte Herrmann deutlich, dass neben den großen Anstrengungen auf Ebene des Freistaats und der Kommunen auch jeder Einzelne für die eigene Krisenvorsorge verantwortlich ist: "Stromausfälle gehören bei uns Gott sei Dank nicht zum Alltag, trotzdem muss sich jeder bestmöglich auf Krisen und Notlagen vorbereiten, für eine Situation Vorkehrungen treffen und auch auf Mitmenschen achten, die möglicherweise auf Hilfe angewiesen sind. Damit helfen die Bürgerinnen und Bürger nicht nur sich, sondern entlasten auch unsere Hilfs- und Einsatzkräfte, sodass wir im Ernstfall als gesamte Gesellschaft bestmöglich aufgestellt sind!"
Fotos können nach der Veranstaltung auf unserem Medienportal unter www.medien.innenministerium.bayern.de abgerufen werden.
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Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration vom 04.03.2026
Fotos: Bayerisches Innenministerium / Giulia Iannicelli