CTIF Waldbrandkommission

23. März 2026

Forest Fire Commission (FFC) des CTIF (Weltfeuerwehrverband) zur Herbstsitzung in Bayern

Die Forest Fire Commission des CTIF tagt zweimal jährlich. Die Herbstsitzung 2025 war die erste in Deutschland. Sie fand im Dezember in Unterschleißheim in den Räumen des LFV Bayern statt. 24 Vertreter aus 12 Nationen trafen sich nun vom 09. – 12.12.2025 zum Erfahrungsaustausch. Für den DFV nahmen in der FFC der Vorsitzende des LFV Bayern, Johann Eitzenberger und Dr. Cimolino, Vorsitzender AK Waldbrand im DFV, teil.

Der Präsident des DFV Karl-Heinz Banse begrüßte die Teilnehmenden zusammen mit dem Vorsitzenden des LFV Bayern und Mitglied in der FFC Johann Eitzenberger. Der Vize-Präsident des CTIF, Christoph Marchal (F) und der Vorsitzende der FFC und Direktor des französischen Waldbrand-Ausbildungszentrums in Valabré, Jean Marc Bedogni (F), bedankten sich herzlich für die Vorbereitung und Gastfreundschaft.
Übergreifendes Thema der Berichte war der gemeinsame überregionale Einsatz von Einheiten aus verschiedenen Regionen zur Vegetationsbrandbekämpfung. Die weiteste Anreise hatte 2025 erneut die finnischen Kollegen der dortigen GFFF-V, diesmal nach Spanien. Sie erfolgte wieder per Flugzeug, die Ausrüstung für die FI-GFFF-V wurde wie 2024 (damals nach Portugal) vor Ort von den lokalen Kollegen in Spanien übernommen. Dies hat wieder gut funktioniert.

Zentrale Themen aller Länder waren das Thema Wildland Urban Interface (WUI) und die Feueranalyse unter Einbeziehung der Wetterdaten und Bodenbedingungen. Aufgrund der Änderungen in der Landnutzungen und dem zunehmenden Einbau von Infrastruktur (z.B. Windenergieanlagen, Stromleitungen und Transformatoren sowie Funkmasten) in die Natur wird das Thema Wildland Urban Interface (WUI) noch wichtiger und betrifft immer größere Bereiche.  Feueranalyse unter Einbeziehung der Wetterdaten und Bodenbedingungen sowie die Umsetzung der Ergebnisse in die Prognose zur erwarteten Entwicklung wird in den Ländern völlig unterschiedlich gehandhabt. Nur wenige haben bisher dazu eigene Lehrgänge oder Kurse. Der Bedarf ist aber nach den Erfahrungen bei komplexen Topografien und extremen Wetterbedingungen groß. Angebote gibt es derzeit u.a. in Spanien, Frankreich sowie in einem EU-Kurs in der Toskana. Die EU-Empfehlungen dazu sind zu wenig bekannt, internationale Kurse dazu werden zwar angeboten und sind nach Angabe der Teilnehmer sehr gut, aber kostenpflichtig: 

Neben den Berichten aus den Mitgliedsstaaten, boten auch verschiedene Besichtigungen Raum zum internationalen Erfahrungsaustausch während der Tagung. Auf dem Tagungsprogramm standen etwa Besichtigungen der Feuerwehr München FRW 4 mit der Leitstelle sowie der FF-Abteilung Stadtmitte, der Staatliche Feuerwehrschule Geretsried, des Zentrums für alpine Sicherheit der Bergwacht Bayern in Bad Tölz, der FF Unterschleißheim und der FF Iffeldorf. 

Erstellt mit Informationen der FFC, Dr. Ulli Cimolino
Foto: LFV Bayern
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Aus: Florian Kommen Nr. 147 (März 2026)