Zusammenfassung der Verbandsversammlung 2008
Feuerwehr-Aktionswoche 2008 ist eröffnet
Joachim Herrmann: "Feuerwehr-Aktionswoche zum Brandschutz im Haushalt kann Menschenleben retten"
Vor der großen Kulisse des Lindauer Hafens wurde am 20. September 2008 die diesjährige Feuerwehr-Aktionswoche eröffnet. "Die diesjährige Feuerwehr-Aktionswoche `Brandschutz im Haushalt` ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Sie wird helfen, die Bevölkerung für den Brandschutz zu Hause zu sensibilisieren und aufzuklären. Damit kann die Aktionswoche Menschenleben retten", sagte Innenminister Joachim Herrmann anlässlich der Eröffnung der Feuerwehr-Aktionswoche 2008 in Lindau.Jeder vierte Brandeinsatz der Feuerwehren findet in einem Privathaushalt statt. Allein in Bayern rücken die Feuerwehren pro Jahr in 3.800 Fällen aus, um Brände in Wohnungen oder Garagen zu löschen. Herrmann: "Dank des Eingreifens unserer Feuerwehren konnten bei Wohnungsbränden letztes Jahr über 1.400 Menschen gerettet werden. Das zeigt, dass wir uns flächendeckend auf unsere engagierten und leistungsstarken Feuerwehren verlassen können."
Bevor bei strahlendem Sonnenschein der Startschuss zur Aktionswoche fiel, stand eine große Tagesordnung der 15. Delegiertentagung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern in der Inselhalle in Lindau auf dem Programm. Neben den üblichen Regularien sprach Landesverbandsvorsitzender Alfons Weinziel (Dingolfing) auch die Probleme an, die die verschiedenen Führungsebenen, aber auch der 322.000 aktiven Feuerwehrfrauen und –männer in Bayern beschäftigt an. Die Führerscheinproblematik, der Katastrophenschutz in Bund und Länder, die geänderte Feuerföderung, der Digitalfunk, die Zukunft der bayerischen Feuerwehrschulen, die Bauverzögerung beim Umbau des Feuerwehrerholungsheimes, die integrierten Leitstellen und Kreiseinsatzzentralen waren die Schwerpunkte im Bericht des Verbandsvorsitzenden. Neben den großartigen Leistungen der einzelnen Fachbereiche hob KBR Alfons Weinzierl den Stellenwert der Jugendarbeit heraus: „Wir brauchen sie, diese Mädel´s und Jung´s in den Jugendgruppen, die so wie unsere Freiw. Feuerwehren, ihre Freizeit für das Ehrenamt zur Verfügung stellen, die ihr eigenes „Ich“ hinten anstellen, die bereit sind Hand anzulegen und zu helfen und eben auch Verantwortung in der Zukunft für die Gesellschaft übernehmen und zwar ehrenamtlich und freiwillig“. Weinzier weiter: „„Denn für den Staat wird es in Zukunft noch wichtiger sein, dass er junge Burschen und Mädl´s hat, die für ihn in Zukunft freiwillig und ehrenamtlich sozusagen durchs Feuer gehen!“.
Für ihren Einsatz gegenüber Feuerwehrdienstleistenden zeichnete Weinzierl die Firmen Lindauer Dornier GmbH und Liebherr – Aerospace Lindenberg GmbH aus.
Nach 14 Jahren engster Zusammenarbeit verabschiedete sich Walter Lechner, ehemaliges Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern. Unter Lechners konnten zahlreiche Projekte zusammen mit dem Landesfeuerverband zugunsten der bayerischen Feuerwehren auf den Weg gebracht werden. Der Brandübungscontainer, das Feuerlöscher-Infomobil, die Beschaffungsaktion von Wärmebildkameras und der Brandschutzerziehungskoffer sind nur einige Projekte aus Lechners wirken. Bei seiner Abschiedsrede forderte er, zum Motto der Aktionswoche passend, die Politik auf auch in Bayern eine Rauchmelderpflicht einzuführen.
Lechners Nachfolger Dr. Heene demonstrierte einen nahtlosen Übergang und stellte ein neues Projekt der Versammlung vor. Alle Feuerwehrdienstleistende deren Feuerwehr Mitglied im Verband sind bekommen künftig Sonderkondition für eine Rundum-Versicherung einschließlich Elementar.
Nach 14 Jahren engster Zusammenarbeit verabschiedete sich Walter Lechner, ehemaliges Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern. Unter Lechners konnten zahlreiche Projekte zusammen mit dem Landesfeuerverband zugunsten der bayerischen Feuerwehren auf den Weg gebracht werden. Der Brandübungscontainer, das Feuerlöscher-Infomobil, die Beschaffungsaktion von Wärmebildkameras und der Brandschutzerziehungskoffer sind nur einige Projekte aus Lechners wirken. Bei seiner Abschiedsrede forderte er, zum Motto der Aktionswoche passend, die Politik auf auch in Bayern eine Rauchmelderpflicht einzuführen.
Lechners Nachfolger Dr. Heene demonstrierte einen nahtlosen Übergang und stellte ein neues Projekt der Versammlung vor. Alle Feuerwehrdienstleistende deren Feuerwehr Mitglied im Verband sind bekommen künftig Sonderkondition für eine Rundum-Versicherung einschließlich Elementar.
Mit Spannung wurde auch die Ansprache vom Staatsminister des Innern Joachim Herrmann erwartet. Hierbei betonte der Innenminister, dass der Freistaat auch künftig für optimale Rahmenbedingungen für die Feuerwehren sorgen werde. "Der Freistaat unternimmt große finanzielle Anstrengungen, um den erreichten hohen Ausrüstungsstand unserer Feuerwehren stetig zu verbessern. In den letzten zehn Jahren wurden allein über 346 Millionen Euro an Fördermitteln für den Feuerwehrgerätehausbau und die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und –geräten an die Kommunen ausgezahlt. Die unlängst geänderten Feuerwehrzuwendungsrichtlinien sehen künftig weitreichende Erhöhungen für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und –geräten vor. Daneben haben wir ein Sonderförderprogramm für die Ersatzbeschaffung von veralteten Rettungsgeräten mit einem Gesamtvolumen von über vier Millionen Euro aufgelegt. Das zeigt klar: Der Freistaat ist und bleibt verlässlicher Partner unserer Feuerwehren."Herrmann unterstrich auch die Bedeutung der Jugendarbeit der Feuerwehren. "Mit ihrer engagierten Jugendarbeit leisten die Ortsfeuerwehren einen wertvollen Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft. Das ehrenamtliche Engagement hilft jungen Menschen, Schlüsselqualifikationen und soziale Kompetenz zu erwerben. Die Jugendarbeit der Feuerwehren muss daher weiter unterstützt und gestärkt werden. Ich habe daher dafür gesorgt, dass der staatliche Zuschuss für den Landesfeuerwehrverband zu diesem Zweck noch einmal um 10.000 Euro erhöht wird." jk /stmi
