Der bayerische Regierungsbezirk Schwaben und der Bezirksfeuerwehrverband Schwaben stellen sich vor
Land und Leute:Der Regierungsbezirk Schwaben dehnt sich über mehrere, verschiedenartige Landschaftsräume etwa 200 km von Süden nach Norden und in durchschnittlich 50 (max. 100) km in West-Ost-Richtung aus. Im Süden hat er Anteil am Bodenseegebiet sowie den Allgäuer und Ammergauer Alpen. Über das voralpine Hügel- und Moorland mit zahlreichen Seen schließt sich nach Norden hin die bis zur Donau reichende schwäbisch-bayerische Hochebene an, die in paralleler Süd-Nord-Richtung von zahlreichen Flüssen, wie z.B. Iller, Günz, Mindel, Wertach und Lech, durchzogen wird. Nördlich der Donau reichen noch Ausläufer der (westlichen) Schwäbischen und (östlichen) Fränkischen Alb nach Schwaben herein. Durch einen gewaltigen Meteoriteneinschlag vor mehr als 14 Millionen Jahren ist hier ein fast kreisrunder Kessel von 20 bis 24 km Durchmesser und 80 bis 150 m Eintiefung, das "Ries", entstanden. Im Nordosten wird Schwaben über die Lechebene hinweg durch das flachgewellte bayerische Tertiärhügelland abgerundet.
Im Gebietsumfang liegt Schwaben hinter Ober- und Niederbayern an dritter, in der Einwohnerzahl hinter Oberbayern an zweiter Stelle unter den sieben bayerischen Regierungsbezirken. Von den insgesamt ca. 12,5 Millionen Einwohnern des Freistaates Bayern wohnen etwa 1,8 Millionen im Regierungsbezirk Schwaben. Siedlungsschwerpunkt ist die einzige Großstadt Augsburg, gefolgt von den Kreisfreien Städten Kempten als der "heimlichen Hauptstadt des Allgäus", Memmingen und Kaufbeuren. Auffallend dicht besiedelt ist auch das Donautal mit den Städten Neu-Ulm, Günzburg, Lauingen, Dillingen a.d. Donau und Donauwörth, während im Ries die Stadt Nördlingen und im altbayerischen Siedlungsraum die Städte Aichach und Friedberg ein weites Umland einbeziehen. Die Einwohner Schwabens sind überwiegend alemannischer Abstammung. Östlich des Lechs finden sich aber auch Landstriche, in denen die altbayerischen Ursprünge vorherrschen. Schwaben ist die einzige staatliche Gebietseinheit, die diesen Namen heute noch amtlich führt.
Die Mundart klingt, mit Ausnahme des nordwestlichen Landesstreifens zu Baden-Württemberg hin, nicht so, wie man sich typischerweise das "Schwäbeln" vorstellt. Im oberen Allgäu gleicht sie sogar eher der kehligen Sprechweise in der deutschsprachigen Schweiz. Hinzu kommen starke regionale Eigenheiten im Dialekt, insbesondere im Augsburger Raum. Auch wenn der Lech an sich eine ausgeprägte Mundartgrenze bildet, ist das hiesige Schwäbisch heute teilweise Bayerisch eingefärbt und umgekehrt.
Der Bezirksfeuerwehrverband Schwaben:
Die Regierung von Schwaben hat ihren Sitz im Augsburger Fronhof. Darin ist der Rokokosaal ein berühmtes Baudenkmal. In diesem Rokokosaal wurde im April 1994 der Bezirksfeuerwehrverband Schwaben gegründet. Er wird seit dem Jahre 2002 geleitet von den Kreisbrandräten Alfred Raible, Landkreis Neu-Ulm, als Erstem Vorsitzenden, und seinen Stellvertretern Georg Anzenhofer, Landkreis Augsburg, sowie Friedhold Schneider, Landkreis Lindau.
In Schwaben gibt es 1024 Freiwillige Feuerwehren, 47 Werkfeuerwehren, eine Berufsfeuerwehr sowie 9 Betriebsfeuerwehren mit insgesamt über 48000 Aktiven. Die schwäbischen Jugendfeuerwehren haben insgesamt 528 Jugendfeuerwehrgruppen mit 5.241 Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren. Die Gründungen von Jugendgruppen ist in den letzten Jahren in Schwaben deutlich angestiegen.
Der Regierungsbezirk Schwaben pflegt seit mehr als 20 Jahren eine Regionalpartnerschaft zu dem französischen Département Mayenne, das ca. 220 km westlich von Paris zwischen Le Mans und Rennes gelegen ist. Seit dem Jahr 1991 ist der Bezirksfeuerwehrverband Schwaben in diese Partnerschaft mit einbezogen. Durch gegenseitige Besuche und insbesondere auch Jugendaustauschmaßnahmen werden die kameradschaftlichen Verbindungen Schwaben – Mayenne gepflegt.
Wilhelm Schmid
Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Neu-Ulm
