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18. Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes

Dreijährige Imagekampagne gestartet – Eröffnung der Feuerwehraktionswoche

19.09.2011 - 09:02 Uhr
„Wir müssen gemeinsam heute die Weichen für morgen stellen, damit wir auch die Aufgaben von Übermorgen noch bewältigen können.“, so Verbandsvorsitzender Alfons Weinzierl bei der Vorstellung der neuen dreijährigen Imagekampagne mit dem diesjährigen Thema „Stell dir vor, es brennt und keiner kommt. Keine Ausreden! MITMACHEN!“ soll die Bürger zum Mitmachen in der Freiwilligen oder auch Berufsfeuerwehr animieren.
Verbandsvorsitzender Alfons Weinzierl ging in seinem Jahresbericht intensiv über die demografische Entwicklung ein, die auch bei den Feuerwehren ihre Spuren hinterlassen wird, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Weniger Aktive stehen zur Verfügung, die auch in ihren Berufen stärker gefordert werden und immer weniger freie Zeit für das Ehrenamt aufbringen können. Den demografischen Wandel müssen alle aktiv und vorausschauend gestalten. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die kommunalen Spitzenverbände und alle Mitgliedsorganisationen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr sind aufgerufen, sich gemeinsam für die Weiterentwicklung des Bayerischen Feuerwehrwesens einzusetzen.

Die Förderung des Ehrenamtes beim Brand- und Katastrophenschutz und Sicherung einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung muss zum Beispiel durch neuzeitliche an das Ehrenamt angepasste Ausbildungszeiten oder einer aktuellen technischen Ausrüstung, die Einsätze mit weniger Personal ermöglicht, geschehen.

Im Rahmen der Verbandsanhörung zur Vollzugsbekanntmachung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes wird der Landesfeuerwehrverband für die Einbringung der Belange und Interessen der Bayerischen Feuerwehren einsetzen. Hier erfolgt eine Abstimmung in Sachen „Feuerwehrbedarfsplanung“ mit den kommunalen Spitzenverbänden und der LFV Bayern e.V. wird weiter für den Erhalt für die Ortsfeuerwehren eintreten!  

Für die schwierigen Aufgaben der Feuerwehren ist es wichtig, dass an den drei Feuerwehrschulen ein umfangreiches und interessantes Lehrgangsangebot zur Verfügung steht. Hier stellte der Landesfeuerwehrverband im Juli in einem Spitzengespräch mit Innenminister MdL Joachim Herrmann seine Forderungen dar.  

Weitere Themen sind der Überhang der Feuerschutzsteuer und die Überarbeitung der Förderrichtlinien für Fahrzeuge und Gerätehäuser, der Digitalfunk oder die Sozialversicherungspflicht.  

Der Feuerwehrführerschein bis 7,5 t, eine Forderung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, kann nun umgesetzt werden. Die Verordnung lehnt sich an die bereits bestehenden Regelungen für den Erwerb des Feuerwehrführerscheins bis 4,75 t an.  

Die Aussetzung der Wehrpflicht wird sich auch für die Feuerwehr negativ auswirken. Zirka 4.000 bis 5.000 Personen aus den Feuerwehren leisteten im Katastrophenschutz ihren Ersatzdienst ab. Sie übernahmen zusätzliche Aufgaben und waren aufgrund ihrer Verpflichtung ständig verfügbar. Es ist nicht sichergestellt, dass die zusätzlich übernommenen Aufgaben für Bund und Staat auch noch weiter erfüllt werden, wenn sie hierzu nicht mehr verpflichtet sind, keinen Vorteil und Nutzen mehr daraus, sondern nur eine Mehrbelastung und Verantwortung haben.  

Das Bayerische Staatsministerium des Innern entsprach der Forderung des LFV Bayern und änderte die Ausführungsverordnung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes im Hinblick auf das Reisekostenrecht für besondere Führungsdienstgrade und Kommandanten.  

Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern e.V. verlieh Herrn Ltd. Branddirektor Franz-Josef Hench (Würzburg) das goldene Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes für seine besonderen Verdienste als Stellv. Landesverbandsvorsitzender.  
Innenminister MdL Joachim Herrmann zeichnete im Rahmen der Verbandsversammlung KBR a.D. Georg Martin (Ingolstadt), KBR Josef Ascher (Breitenberg), KBR Alfred Weiß (Schnaittenbach), KBR Hermann Schreck (Weidenberg), SBR Karl Franz (Fürth), KBI Karl Menth (Aub), KBI Peter Dürrheimer (Waltenhofen), RD Heinz Pemler (Bergkirchen) mit dem Steckkreuz des Freistaats Bayern für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen aus.  
Im Rahmen einer Kundgebung vor dem Glasmuseum Frauenau eröffnete Innenminister MdL Joachim Herrmann die Feuerwehraktionswoche und startete die dreijährige Imagekampagne.  
Die Imagekampagne mit einem Gesamtkostenvolumen von über einer Million Euro soll die Öffentlichkeit für die Arbeit der Feuerwehren sensibilisieren und neue Mitglieder gewinnen. Sie ist in ihrer Grundidee zeitlos konzipiert, so dass die Feuerwehren die Materialien langfristig verwenden können. So stehen die verschiedensten Werbemittel wie Roll-Ups, Bauzaunplakate, Kinospots und bis Jahresende ca.100 beklebte Busse zur Verfügung.  
Der Landesfeuerwehrverband Bayern vertritt die Interessen von 7.122 bayerischen Feuerwehren mit 331.000 Aktiven und 815.000 Mitgliedern in den Feuerwehren.
Quelle: Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. 19.09.2011