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Unwetter im Landkreis Aschaffenburg - 2. Meldung

28.02.2010 - 20:12 Uhr
Die Einsatzsituation hat sich merklich entspannt, die Unwetterwarnung für den Landkreis Aschaffenburg wurde zurückgenommen. Aktuell besteht allerdings noch eine Warnung vor markantem Wetter.

Zu den 174 gemeldeten Einsätzen (18:30 Uhr), sind bis jetzt keine weiteren hinzugekommen. Aktuell werden nur noch offene Einsätze abgearbeitet. Die Einsatzschwerpunkte lagen entlang der Mainlinie. Alleine dort vielen zwischen Alzenau/Kahl und Stockstadt/Großostheim 91 Einsätze an. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Bereich des Spessarts, entlang der A3, dort wurden weitere 54 Einsätze abgearbeitet. Die restlichen Einsätze verteilten sich auf den Bereich des Kahlgrundes und im Bereich der Engländer Hochstraße.

Mit Stand 18:45 Uhr, wurden bis auf die AB2 (Engländer-Hochstraße), alle Straßensperrungen wieder aufgehoben. Die AB2 wird zurzeit durch den Straßenbaulastträger zusammen mit der Feuerwehr kontrolliert. Nach der Kontrolle wird entschieden ob diese weiterhin gesperrt bleibt oder freigegeben wird.

In Goldbach wurde das Dach einer Produktionshalle auf einer Fläche von 40 x 25 Meter abgedeckt. Die darunter liegenden Produktionsanlagen wurde durch Feuerwehrkräfte mit Folie abgedeckt und so vor Beschädigungen geschützt. Die Vorbeiführende Straße wurde für den Verkehr bis auf weiteres gesperrt.

In Haibach stürzte der Giebel einer Scheune ein. Die Arbeit der Feuerwehr beschränkte sich dort, auf das Räumen der Straße und des Gehweges von Schutt. Durch einen Fachberater Bau der Feuerwehr wurde die Statik in Augenschein genommen. Dieser stellte fest, dass die Scheune einsturzgefährdet ist. Daraufhin wurde mit Bauzaun der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt und dem Eigentümer übergeben.

In Karlstein-Dettingen stürzte eine Tanne auf die Oberleitung zwischen zwei Häuser. Hierbei wurden zwei von vier Leitungen abgerissen. Diese Lagen beim eintreffen der Feuerwehr, unter Spannung, auf dem Boden. Zuerst wurde weiträumig abgesperrt und die Fa. Süwag verständigt. Da durch immer stärker werdenden Wind die Gefahr bestand, dass auch die beiden anderen Leitungen abreisen können, wurde begonnen den Baum von unten über eine Drehleiter zu entlasten um den Druck aus der Oberleitung zu nehmen. Nach der Freischaltung wurde unter größter Vorsicht der Baum aus der Oberleitung entfernt. Kurz danach stürzten zwei weitere Bäume direkt hinter der Leitung um, eine weitere 18 Meter hohe Tanne blieb schräg stehen und drohte auf ein Mehrfamilienhaus zu fallen. Diese musste dann ebenfalls noch mit einer „Sicherheitsfällung“ entfernt werden.

Um 19:30 Uhr wurden fünf der sechs Abschnittsführungsstellen aufgelöst. Auch die Kreis-Einsatz-Zentrale stellte kurz danach ihren Betrieb ein. Die offenen Einsätze werden nun noch auf örtlicher Ebene in eigener Regie abgearbeitet.

Glücklicherweise gab es weder bei den betroffenen Bürgern, noch bei den Hilfskräften, Personenschäden zu verzeichnen.

Sollte sich die Lage noch einmal zuspitzen bzw. extrem verändern, werden wir Sie natürlich umgehend und aktuell wieder informieren.

Quelle: Andreas Emge, Kreisbrandmeister und Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg 28.02.2010