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Schöllkrippen – Zwei Brände zur gleichen Zeit

13.02.2010 - 12:03 Uhr
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Feuerwehr Schöllkrippen um 02:35 Uhr zu einem Feuerschein hinter dem Penny Mark alarmiert. Am Gerätehaus eingetroffen wurden die Kameraden bereits durch die Polizei informiert, dass es sich um zwei Feuer im Abstand von etwa 100 Meter handele. Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Schöllkrippen, Kreisbrandmeister Norbert Ries, ließ daraufhin die Alarmstufe von Feuer 1 auf Feuer 2 erhöhen um genügend Personal und Material vor Ort zu haben. Dies erwies sich dann auch als richtige Entscheidung.

Beim ersten Feuer brannte ein „Kleintierstall“ an einem Wohnhaus, dieses Feuer wurde als erstes mit einem C-Rohr bekämpft, da es drohte über ein Fenster auf das gesamte Gebäude und den Dachstuhl überzugreifen. Das wesentlich größere Feuer wurde als zweites in Angriff genommen. Hier stand ein „Holzschuppen“ in der Größe von etwa 5 x 15 Meter in Vollbrand, auch brannten hier etwa 100 Altreifen direkt vor dem Gebäude. Zur Brandbekämpfung mussten hier drei C-Strahlrohre unter schwerem Atemschutz eingesetzt werden. Zum Ablöschen der brennenden Reifen brachte die Feuerwehr ein Schwerschaumrohr in Stellung. Für die Löscharbeiten wurden im Wechsel insgesamt 10 Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Das benötigte Löschwasser wurde von Hydranten aus der Umgebung entnommen. Weiterhin wurde mit dem Schlauchwagen der Feuerwehr Hofstädten eine Förderleitung von der Kahl aus zur Einsatzstelle verlegt.

Für all diese Maßnahmen standen dem Einsatzleiter insgesamt 62 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen aus Schöllkrippen, Hofstädten, Schneppenbach und Blankenbach zur Verfügung. Der Rettungsdienst war zur Absicherung der Einsatzkräfte mit einem Rettungswagen vor Ort, glücklicherweise gab es keine Verletzten zu verzeichnen. Da im direkten Brandbereich eine Trafostation sowie auch Oberleitungen vorhanden waren, schickte der zuständige Energieversorger ebenfalls einen Vertreter an die Einsatzstelle. Einsatzende war gegen 05:00 Uhr.

Quelle: Andreas Emge, Kreisbrandmeister und Pressesprecher der Feuerwehren im Lkr. Aschaffenburg 13.02.2010