Kreisfeuerwehrverband Neumarkt i.d. Oberpfalz

Der Landkreis gehörte zwar nicht zu den Gründungsmitgliedern des Landesfeuerwehrverbandes, doch am 28. Februar 1996 hatten sich unter der Führung des damaligen Kreisbrandrates Karl Regnath 122 Feuerwehren zusammengefunden und den Kreisfeuerwehrverband gegründet. Der Landkreis ist in vier Inspektionsbezirke und die Große Kreisstadt Neumarkt unterteilt und wird unter KBR Günther Gruber von vier Kreisbrandinspektoren und einem Stadtbrandinspektor betreut. Als Fachkräfte stehen den fünf Inspektoren in 19 Landkreisgemeinden insgesamt 13 Kreisbrandmeister zur Seite, die zusätzlich zu dem ihnen zugewiesenen Gebiet mit den verschiedensten Fachaufgaben betraut sind. Insgesamt erfüllen aktuell 153 Feuerwehren, eine Werkfeuerwehr und die Feuerwehr des Truppenübungsplatzes mit insgesamt 1.109 Frauen und 7.750 Männern ihren ehrenamtlichen Auftrag zur Unterstützung der Kommunen im abwehrenden Brandschutz, der technischen Hilfeleistung und sonstiger gesetzlicher Aufgaben. Der stetig wachsende Anteil der weiblichen Feuerwehrdienstleistenden zeigt, welche zunehmend wichtige Rolle Frauen in einer doch überwiegend ländlichen durch Pendlergemeinden geprägten Region spielen. Um die Belange der Frauen in der Feuerwehrarbeit zu vertreten, wurde bereits 1997 eine Frauenbeauftragte von den Feuerwehren vorgeschlagen und ernannt. Im Jahr 2005 teilen sich die 1.305 Einsätze auf 909 Technische Hilfeleistungen, 214 Einsätze bei Bränden und 182 sonstige Einsätze auf.

Ein breites Aufgabengebiet des Kreisfeuerwehrverbandes nimmt die Aus- und Weiterbildung ein. Durch eine konsequente Kreisausbildung ist es für viele Feuerwehrdienstleistende einfacher, solche Ausbildungen zu besuchen, da diese ausschließlich in der Freizeit angesiedelt sind. Dadurch wird der Konflikt mit dem Arbeitsplatz etwas entschärft. Eine einheitliche Kreisausbildung findet für die Atemschutzgeräteträger, Maschinisten für Löschfahrzeuge, Sprechfunker und seit Kurzem auch für das sichere Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen statt. Gerade bei der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger hat sich der Kreisfeuerwehrverband um den Erwerb eines Brandübungscontainers bemüht. Seit 2004 ist eine solche Übungsanlage bei der zentralen Atemschutzausbildungsstelle bei der FF Neumarkt in Betrieb. Die Ausbildungen auf Kreisebene bilden die Weiterführung einer mittlerweile konsequent durchgeführten Grund- und Truppausbildung. Zu Spezialthemen, wie z. B. das richtige Verhalten beim Umgang mit elektrischer Energie auf Einsatzstellen oder beim letzten aktuellen Thema Vogelgrippe, werden Informationsveranstaltungen ausgearbeitet und den Verbandsmitgliedern angeboten. Sehr positiv hat sich in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit den US-Behörden des Truppenübungsplatzes entwickelt. Regelmäßige Übungen an den verschiedenen Hubschraubern zählen zwischenzeitlich nicht nur für die Randfeuerwehren zum Übungsprogramm.

Aber nicht nur reine Feuerwehrthemen behandelt der Kreisfeuerwehrverband. Kreisfeuerwehrverband. Für seine Verbandsmitglieder werden Informationen angeboten, die den Feuerwehrverein betreffen. So konnte im vorigen Jahr der Justiziar des Landesverbands Uwe Peetz für einen Vortrag zum Vereinsrecht verpflichtet werden. Auch bei der Frauenarbeit werden, initiiert durch die Frauenbeauftragte, einige Themen, die im sozialen Bereich angesiedelt sind, behandelt. Hier ist als Beispiel ein Erste Hilfe Kurs, speziell auf den Bereich Kinderunfälle abgestimmt, zu nennen. Auch um die aus Altergründen ausgeschiedenen Feuerwehrkameraden kümmert sich der Kreisfeuerwehrverband. So treffen sich die Ehrenkreisbrandräte, -inspektoren und –meister, sowie die Schiedsrichter regelmäßig zu einem Stammtisch um alte Begebenheiten wieder zu beleben. Nicht nur Alterlebtes prägt diese Treffen, auch der amtierende KBR wird regelmäßig eingeladen um die Runde auf dem aktuellen Stand im Feuerwehrwesen zu halten.

Abschließend kann gesagt werden, dass nach gewissen Anlaufschwierigkeiten des Kreisfeuerwehrverbandes, dieser aus dem heutigen Feuerwehrwesen im Landkreis Neumarkt nicht mehr wegzudenken ist. Die Arbeit wird in den nächsten Jahren geprägt sein durch gravierende Änderungen, die nur durch eine intensive Verbandsarbeit bewältigt werden können.

Link: http://kfv-nm.bene-net.de/