Landesverbandsversammlung der bayerischen Feuerwehren

21.09.2013 - 13:00

Bildquelle: LFV Bayern/Jochen Kümmel

Ohne Feuer, aber mit Rückblick auf 20 Jahre Erfolgsgeschichte des LFV Bayern

Die zweitägige Landesverbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern (LFV Bayern) ist am Samstag, 21. September 2013 in Unterschleißheim zu Ende gegangen. Über 300 Delegierte der Kreis-, Stadt- und Bezirksfeuerwehrverbände blickten mit ganz besonderen Gästen auf 20 Jahre zurück und schnürten neue Maßnahmenpakete, die der LFV Bayern mit der politischen Ebene in den kommenden Monaten auf den Weg bringen will.

Vorsitzender Weinzierl ging hier besonders auf die Hochwasserkatastrophe ein, die gezeigt hat, dass sich die bayerischen Feuerwehren für zukünftige Großschadensereignisse besser rüsten müssen. Der Vorsitzende des LFV Bayern fordert für die bayerischen Feuerwehren eine verbesserte technische Ausstattung, um Katastrophenlagen, wie das Juni-Hochwasser, künftig noch effizienter bewältigen zu können. "Diesem Anspruch gilt es umgehend gerecht zu werden! Denn nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz!", so Weinzierl. Zu den Forderungen gehören u.a. spezielle Abrollbehälter Hochwasser, Löschwasserfördersysteme, Großpumpen und mobile Lautsprechersysteme zur Warnung der Bevölkerung. Alles sinnvolle und notwendige Maßnahmen, um die Feuerwehren auf die kommenden Gefahrenlagen durch Hochwasser und andere Naturkatastrophen vorzubereiten. Denn nur die bayerischen Feuerwehren schaffen es innerhalb weniger Minuten weit über 100.000 Feuerwehrfrauen und -männer zu mobilisieren. Das belegen auch eindrucksvoll die Zahlen des Hochwassereinsatzes, bei dem 78.000 Einsatzkräfte, an mehr als 25.000 Einsatzstellen, über 930.000 Einsatzstunden geleistet haben.

Weitere Zukunftsthemen waren u. a. die Auswirkung der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren und die Notwendigkeit von Kampagnen zur Mitgliedergewinnung und -erhaltung. Der LFV Bayern freut sich, dass auch der Freistaat Bayern die Zeichen erkannt hat und auch nach 2013 die Kampagne zur Mitgliedergewinnung und -erhaltung unterstützt. Für Alfons Weinzierl ist das Ziel eine Feuerwehr für alle Bevölkerungsgruppen und in allen Lebenslagen, die offen ist für alle Menschen, jeder Gruppe, jeder Nationalität und in jeder Generation. "Der demographische Wandel sei kein schwarzes Loch, nur eine neue Herausforderung.", so Weinzierl und fordert die Potentiale des demographischen Wandels zu nutzen, um die Herausforderungen zu meistern.

Die Verbandsversammlung jährte sich in diesem Jahr zum 20mal. Zusammen mit Gästen aus den letzten beiden Jahrzehnten "gestaltete" der LFV Bayern einen ganz besonderen Rückblick auf Erreichtes, aber auch eine spannende Vorschau auf das was noch kommt. Für den Blick in die Vergangenheit waren der ehemaliger bayerischer Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und der Ehrenvorsitzende des LFV Bayern Karl Binai vertreten. Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann und der Vorsitzende Alfons Weinzierl standen in der Podiumsdiskussion am Samstagabend für Gegenwart und Zukunft des Verbandes. Ein abwechslungsreicher Rück- und Ausblick, der die Zusammenarbeit des LFV Bayern mit der politischen Ebene in den letzten beiden Jahrzehnten, wie auch die großen Erfolge der Verbandsarbeit aber auch die zukünftigen aufzeigte.

Erfolge, die auch mit dem Namen des Vorsitzenden des LFV Bayern verknüpft sind. Der Vorsitzende des LFV Bayern feierte auf den Tag sein 10-jährigs Jubiläum. Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) überreichte ihm für seine großartigen Verdienste rund um das Feuerwehrwesen die höchste Auszeichnung des DFV, das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Und es gab weitere Höhepunkte: Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann verlieh verdienten Feuerwehrdienstleistenden das Steckkreuz und eröffnete zusammen mit dem Vorsitzenden des LFV Bayern Alfons Weinzierl die Feuerwehraktionswoche unter dem Motto "EHRENSACHE! Mach mit!"

Aller Anfang ist leicht - wenn man ihn mit dem Ende vergleicht. Der LFV Bayern verabschiedet sich von seinen beiden stellvertretenden Vorsitzenden Franz-Josef Hench und Gerhard Bullinger. Die beiden Stellvertreter haben sich in den letzten sechs Jahren stark für den LFV Bayern eingesetzt und kandidieren aus Altersgründen nicht erneut für das Amt. Der Vorsitzende Weinzierl würdigt die herausragenden Leistungen für den Feuerwehrverband und die Bayerischen Feuerwehren.

Die Nachfolger wurden am Samstag im nicht-öffentlichen Teil der Verbandsversammlung gewählt. In die Fußstapfen treten Kreisbrandrat im Nürnberger Land Norbert Thiel und der Leiter der Berufsfeuerwehr der Stadt Regensburg, Branddirektor Johannes Buchhauser. Die stellvertretenden Vorsitzenden sind für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt.