Rauchmelder werden in Bayern Pflicht

19.04.2012 - 10:29

Die Zukunft gestalten, heißt die Gegenwart zu verändern!

Jedes Jahr verunglücken bundesweit über 500 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Allein in Bayern starben im Jahr 2010 bei rund 4.000 Wohnungsbränden 48 Menschen. Die Mehrheit dieser Brandtoten stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.
Jeder Brandtote ist ein Brandtoter zu viel, darum haben sich im Februar diesen Jahres der Verbandsausschuss und die Vorstandschaft des LFV Bayern einstimmig dafür ausgesprochen, die Einführung einer gesetzlichen Rauchwarnmelderpflicht in Bayern zu fordern.

Am vergangenen Freitag, dem bundesweiten Rauchmeldertag, hat unser Vorsitzender Alfons Weinzierl in der Feuerwache 2 der BF Nürnberg das gemeinsame  Positionspapier des LFV Bayern, der AGBF und des WFV Bayern zur Forderung dieser gesetzlichen Einführung der Rauchwarnmelderpflicht an Innenminister Joachim Herrmann übergeben mit der Bitte sich für eine Umsetzung der Rauchmelderpflicht einzusetzen. Anfang dieser Woche haben wir jedem Abgeordneten des Bayerischen Landtags ebenfalls dieses Positionspapier zukommen lassen.

Gestern nun hat der Bayerische Landtag die Einführung der gesetzlichen Rauchwarnmelderpflicht beschlossen. Die diesbezüglichen Anträge, sowohl der Fraktionen der CSU und der FDP, wie auch der SPD, haben dabei inhaltlich auf unser gemeinsames Positionspapier Bezug genommen!

Wieder einmal hat sich gezeigt, dass ein starker Landesfeuerwehrverband Bayern mit einer starken und breit aufgestellten Basis in der Lage ist, Dinge zu bewegen und zu verändern!

Dank an alle Feuerwehrführungskräfte, die uns mit Hinweisen und Anregungen bei der Verwirklichung dieses Projekts geholfen haben!

Ein besonderer Dank hier an dem Bay. Innenminister Joachim Herrmann und an die politischen Mandatsträger, die der begründeten Forderung der bayerischen Feuerwehren mit ihrer gestrigen Entscheidung im Bayerischen Landtag nunmehr nachgekommen sind.

Gemeinsam mehr erreichen – gemeinsam sind wir stark!

Weitere Informationen:


Quelle: Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. 19.04.2012